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Lübeck Neue Flüchtlingsunterkunft meldet „Land unter“
Lokales Lübeck Neue Flüchtlingsunterkunft meldet „Land unter“
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23:46 13.01.2017
Jedes Mal, wenn es länger regnet, versinkt der Neubau der Flüchtlingsunterkunft in Travemünde im Matsch. Quelle: Foto: Wolfgang Maxwitat
Travemünde

 Bewohner, die in unmittelbarer Nachbarschaft der Gebäude wohnen, bezweifeln, dass auf dieser Baustelle alles so glatt läuft, wie der Bauherr behauptet. Bauherr ist das städtische Koordinierungsbüro Wirtschaft in Lübeck (KWL).

Ortstermin mit dem zuständigen KWL-Architekten Hauke Guttenberg. Gummistiefel an, sonst kommt man nicht trockenen Fußes in die Nähe der Gebäude. In den Lachen und Pfützen liegen Erdkabel, die von einem Trafo zu den Häusern führen. Kein Problem, versichert Guttenberg: „Die Kabel sind so stark isoliert, dass sie gefahrlos im Wasser liegen können.“ Die Fundamente der Häuser könnten ebenfalls problemlos im Wasser stehen. Die Tragfähigkeit sei bauphysikalisch untersucht worden. „Die Fundamente werden nicht unterspült“, erklärt der Architekt. „Und zwischen den Bodenplatten und den Häusern ist Luft, so dass die Häuser von unten gelüftet werden und kein Schimmel entstehen kann.“ Aufsteigende Feuchtigkeit werde durch Folien gestoppt.

Dort, wo jetzt das Regenwasser rund um die Gebäude steht, verlaufen in Kürze die Fußwege. Dort wird Recyclingmaterial im Unterboden eingesetzt, damit das Wasser besser versickert. Außerdem werden auf dem ganzen Gelände Gullys gesetzt. Guttenberg: „Wir bekommen das Gelände trocken.“

Seit Baubeginn hat die KWL mit starkem Regen Probleme. Grund sei der Lehmboden, berichtet Guttenberg. Im Februar vor einem Jahr stand die Baustelle so unter Wasser, dass Kettenfahrzeuge ihren Dienst quittieren mussten. Guttenberg: „Eine Matschwüste.“ Überall wurde der Boden gegen Schotter ausgetauscht. Ungefähr 10 000 Euro habe das gekostet.

Die roten Häuser werden ab Mitte Februar bezogen, die grauen folgen einen Monat später. Ab nächster Woche soll die Heizung in den Gebäuden laufen. Die Bodenverleger brauchen höhere Temperaturen. Die Außenanlagen, bei denen die KWL so abspecken musste (die LN berichteten), werden im Frühsommer fertig. Zwei Tischtennisplatten warten schon auf die Geflüchteten. Guttenberg: „Die kommen von der Kepler-Schule, die gerade abgerissen wird.“ dor

LN

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