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18:23 15.10.2016

Helle, große Räume, weiße Wände, jede Menge Tages- und – bei Bedarf – Neonlicht: Die Kunstschule der Gemeinnützigen hat die seit einigen Jahren leerstehenden Erdgeschoss-Räume der Druckerei Kaiser und Mietzner in der Kahlhorststraße 2 a angemietet, um ganz aktuell die Arbeiten von 120 der insgesamt 200 erwachsenen Schülerinnen und Schüler ausstellen zu können.

Schulleiterin Ursula Cravillon-Werner ist ganz begeistert von der neuen Möglichkeit, auf rund 300 Quadratmetern die ganze Palette bildender Kunst präsentieren zu können. Bisher hätten kleinere Ausstellungen im Innovationszentrum, in der Handwerkskammer oder im Multifunktionscenter stattgefunden. „Aber wir hatten nirgendwo soviel Platz wie hier, konnten immer nur die Arbeiten einzelner Kurse zeigen.“ Neben der Größe der Räume gefällt ihr die leicht industriell anmutende Atmosphäre hier in der Kahlhorststraße, in unmittelbarer Nachbarschaft zur Schule selbst, die in der Ratzeburger Allee 34 ansässig ist.

Wer in diesen Tagen die Räume betritt, wähnt sich auf einer großen Kunstmesse. Denn alles – von Holz- und Bronzeskulpturen sowie anderen Plastiken über Keramik, Collagen und Gemälde in allen Techniken bis hin zu kalligrafischen Arbeiten – ist vertreten. Unter den Objekten findet sich manch interessantes Stück – wie der Holzstuhl mit Kissen und über die Lehne gelegtem Handtuch aus Ton.

Nur Aktmalerei sucht man in der Ausstellung vergeblich. Nein, sagt Ursula Cravillon-Werner, „die Aktmaler wollten nicht mitmachen“, wohl weil ihre Arbeiten noch nicht reif für die Werkschau gewesen seien. Jeder konnte seine Bilder oder Skulpturen zur Verfügung stellen. „Das geht vom Anfänger bis zum sehr erfahrenen Schüler.“ Einige Bilder tragen kleine Preisschilder, „das teuerste ist bereits verkauft.“

Die neu entdeckten Räume, die zuletzt einen Penny-Markt und zuvor seit den 1960er-Jahren Aldi beherbergten, mussten für die Ausstellung nicht renoviert werden. Spätestens im Frühjahr will die Kunstschule sie wieder anmieten: „Dann möchten wir eine Kinder- und Jugendausstellung mit Workshop machen.“ Und vielleicht wird sie ja auch dauerhaft Mieter? Eigentümer Ulf-Dietrich Kaiser hätte jedenfalls nichts dagegen.

Zu sehen – und teilweise auch zu erwerben – sind die Arbeiten der Kunstschule noch bis zum 7. November immer dienstags, donnerstags, freitags und sonnabends von 15 bis 18 Uhr.

sr

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