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Lübeck Neue Koordinatorin für Stadtmütter
Lokales Lübeck Neue Koordinatorin für Stadtmütter
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22:21 04.02.2016
Larissa Kolman (v. l.) , Janina Pentz, Lolita Schachnasarowa, Fatma Abdelrahman und Viktoria Nikishanova sind jetzt Stadtmütter. Quelle: privat

Der Verein „Frauen helfen Frauen“ hat eine neue Projekt-Koordinatorin: Susan Al-Salihi (38) hat die Nachfolge von Neslihan Düzen angetreten und setzt sich nun hauptberuflich dafür ein, dass das Projekt „Lübecker Stadtmütter“ weiterentwickelt wird.

Das Projekt ist eines der Angebote des Vereins „Frauen helfen Frauen“, der sich aus einer Frauenhausinitiative heraus 1977 entwickelt hat. Die Mitglieder beraten, unterstützen und begleiteten Frauen, Mädchen und Jungen, die von Gewalt bedroht oder betroffen sind. Der Verein will ihnen helfen, die erfahrene Gewalt zu verarbeiten, zu überwinden und Lebenspläne für eine gewaltfreie Zukunft zu entwickeln.

Für die Initiative „Lübecker Stadtmütter“ werden Frauen aus unterschiedlichen Herkunftsländern über Kernbereiche der deutschen Gesellschaft und Politik unterrichtet. Nach Abschluss des sechsmonatigen Kurses werden die Stadtmütter zu Multiplikatorinnen, indem sie andere Lübecker zu Hause besuchen und ihr erlerntes Wissen weitergeben. Die Familien, zu denen sie gehen, sind aus der Nachbarschaft, dem Bekanntenkreis oder beruflichen Umfeld.

Eine der Stadtmütter ist Fatme Abdelrahman aus Algerien. „Früher hatte ich Angst und traute mich nicht, zu Behörden zu gehen“, sagt die Teilnehmerin, „jetzt kann ich das ohne Probleme.“ Außerdem lobt sie, dass sie nicht nur etwas gelernt hat, sondern das nun auch weitergeben darf. „So komme ich näher an die Menschen in dieser Stadt und hoffe auch auf positive Auswirkungen für meine berufliche Zukunft.“ Derzeit treffen sich die Teilnehmerinnen aus den Kursen Nummer fünf und sechs zum Erfahrungsaustausch, und eine siebte Schulung für die „Lübecker Stadtmütter“ beginnt Anfang Februar. Für den achten Kurs im Juli können sich neue Teilnehmerinnen — mit und ohne Migrationshintergrund — jetzt anmelden . „Jeder, der Lust hat mitzumachen, ist herzlich eingeladen“, sagt Al-Salihi.

Träger des Projektes ist der Verein „Frauen helfen Frauen“ in Kooperation mit dem Familien- und Kompetenzzentrum der Vorwerker Diakonie, der Interkulturellen Frauenarbeit der Gemeindediakonie und dem Förderverein für Lübecker Kinder. Neben der Initiative „Lübecker Stadtmütter“ betreibt der Verein in Lübeck das Autonome Frauenhaus und den Secondhandladen 58 in der Knud-Rasmussen Straße 58a. Das Projekt „Lübecker Stadtmütter“ wird maßgeblich unterstützt von der Possehl-Stiftung, der Bluhme und Jebsen-Stiftung sowie der Margot und Jürgen Wessel Stiftung.

• Mehr Informationen über den Verein und den neuen Kurs „Lübecker Stadtmütter“ gibt es unter www.frauen-helfen-frauen-luebeck.de.

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