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Lübeck Neuer Investor am früheren Güterbahnhof
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12:24 11.01.2017
Aurelis hat das Gelände des ehemaligen Güterbahnhofs an die Wohnkompanie Nord veräußert. Quelle: Wolfgang Maxwitat
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In vollem Galopp werden die Pferde gewechselt: Das 80 000 Quadratmeter große Gelände des ehemaligen Güterbahnhofs wurde jetzt mitten im laufenden Bebauungsplan-Verfahren verkauft. Der Immobilienentwickler Aurelis, eine frühere Tochterfirma der Deutschen Bahn, hat die Fläche zu Jahresbeginn an die Wohnkompanie Nord veräußert. An den Plänen ändert sich nichts, über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart.

„Das Projekt gelangt in gute Hände“, sagt Torsten Wollenberg, Leiter der Region Nord bei Aurelis, „ein erfahrener Partner übernimmt das Gelände.“ 250 Wohnungen sollen auf der brachliegenden Fläche geschaffen werden, außerdem sollen Restaurants, Kunst und Gewerbe zwischen Meierbrücke und Hansering entstehen. Das Investitionsvolumen wird auf einen zweistelligen Millionenbetrag geschätzt. Nähere Angaben sind laut Wohnkompanie Nord derzeit noch nicht möglich.

Die alten Verladehallen sowie der denkmalgeschützte Wasserturm sollen erhalten und in die Entwicklung eingebunden werden. „Das städtebauliche Konzept ist rund und überzeugt“, erklärt Ralph Müller, Gesellschafter der Wohnkompanie Nord. In Gehweite würden sich Einkaufsmöglichkeiten befinden, die Fußgängerzone der Innenstadt und das Holstentor seien nur 900 Meter entfernt. „Wir freuen uns auf eine spannende Aufgabe“, sagt Jens Kühnast, Leiter der Akquisition bei der Wohnkompanie Nord.

Der Bauausschuss der Bürgerschaft hat im Juli vergangenen Jahres den Startschuss gegeben und die Aufstellung eines Bebauungsplanes beschlossen. Gestern stellten sich Müller und Kühnast bei Bausenator Franz-Peter Boden (SPD) vor. Der Immobilienentwickler und die Bauverwaltung müssen jetzt klären, wie viele Sozialwohnungen dort entstehen und wer den geplanten Park auf dem Gelände finanziert.

Aurelis wollte nämlich, dass die Stadt sich mit 1,3 Millionen Euro am Park beteiligt. Das werde „in einem offenen Dialog geklärt“, sagt ein Unternehmenssprecher.

Die Wohnkompanie gehört zur Zech-Gruppe aus Bremen und ist seit sechs Jahren auf dem Markt. Der Nordableger besteht im dritten Jahr und entwickelt Projekte in Hamburg, Hannover, Lüneburg und jetzt eben auch in Lübeck. dor

LN

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