Menü
Lübecker Nachrichten | Ihre Zeitung aus Lübeck
Anmelden
Lübeck Neuer Polizeichef stellt sich vor
Lokales Lübeck Neuer Polizeichef stellt sich vor
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
22:17 19.01.2016
 Norbert Trabs (54) ist Lübecks neuer Polizeichef. Quelle: Hellerling
Anzeige
Lübeck

 „Das sieht das Polizeiorganisationsgesetz leider so vor“, sagte der 54-Jährige nach seiner etwa 45-minütigen, geheimen Vorstellung entschuldigend. Geheimnisse seien allerdings nicht verraten worden, so Trabs.

Der Polizist wird am 1. März Lübecks Behördenleiter und ersetzt damit nach zehn Jahren Dienstzeit den aktuellen Leitenden Polizeidirektor Heiko Hüttmann, der seit Oktober 2015 zur Besonderen Aufbauorganisation „Flüchtlinge“ nach Kiel abgeordnet ist. Momentan leitet sein Stellvertreter Ulf Witt kommissarisch die Polizeidirektion (die LN berichteten).

„Die Polizeidirektion ist hervorragend aufgestellt“, sagte Trabs gestern. Sein vorrangiges Ziel ab März sei es, „die gute Arbeit von Herrn Hüttmann fortzusetzen“. Denn unter anderem die Ausschussmitglieder wollten von dem Neuen wissen, was er in seiner Amtszeit plane. „Es wäre schon etwas abenteuerlich, wenn ich schon vor meinem Start Änderungsbedarf hätte“, sagte er. Die offizielle Amtsübergabe findet nach jetzigem Stand am 10. März im Audienzsaal statt.

Trabs leitet momentan noch die Polizeidirektion Itzehoe, doch bereits in den 90er Jahren arbeitete er in Lübeck. „Ich komme quasi ein Stück weit nach Hause.“ Zwischen 1997 und 2001 leitete Trabs die hiesige Kriminalpolizeistelle und hatte damals unter anderem den Vorsitz in der Sonderkommission anlässlich der Kirchenbrände. Weitere Stationen seit 1980 waren unter anderem die Kripo in Bad Oldesloe, das Innenministerium und die Leitung der Staatsschutzabteilung im Landeskriminalamt. Norbert Trabs ist verheiratet, hat zwei Söhne im Alter von 15 sowie 21 Jahren und wohnt in Bad Oldesloe.

Doch auch wenn Trabs noch keine Pläne für seine Amtszeit nennt, gibt er doch zu, dass das Flüchtlingsthema viel Platz einnehmen wird. „Zurzeit bringen wir uns dort stark ein.“ Allerdings hofft der 54-Jährige, dass die Ordnungshüter „Schritt für Schritt“ wieder eigentliche Polizeiaufgaben wahrnehmen können — den Anfang soll nach Möglichkeit die Präventionsarbeit machen.

pah

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 22:00 und 07:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!
Anzeige