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Lübeck Neues Asterix-Heft begeistert die Comicfans
Lokales Lübeck Neues Asterix-Heft begeistert die Comicfans
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22:27 24.10.2013
Buchhändlerin Janine Reiche (32) steht hinter einem Papp-Aufsteller von Obelix in Schottenhose. So ist die Comicfigur in „Asterix bei den Pikten“ zu sehen. Pikten sind Völker in Schottland. Quelle: Fotos: Janina Dietrich

Magnus Wille hat sie alle zu Hause. 34 Asterix-Hefte stehen bei ihm im Regal. Vom ersten Band aus dem Jahr 1968 bis zum letzten, der vor vier Jahren erschienen ist. Seit gestern gibt es einen neuen Asterix- Comic. Für den 55-Jährige stand außer Frage, dass er sich sofort ein Exemplar sichern musste. „Ich werde es gleich bei einer Tasse Kaffee lesen“, sagt er.

Er ist gespannt, denn „Asterix bei den Pikten“ ist der erste Band, an dem Mit-Erfinder Albert Uderzo nicht mitgezeichnet hat. „Es sieht vielversprechend aus“, sagt Wille, während er zum ersten Mal durch das Heft blättert. „Der neue Zeichner hat wieder den alten Stil aus den Anfangsjahren aufgegriffen. Das finde ich gut. Die Tradition ist mir sehr wichtig.“

So wie Wille geht es vielen Asterix-Fans. Entsprechend enttäuscht waren sie von den letzten Werken Uderzos. Denn in denen tauchten plötzlich Manga-Figuren und Alliens auf und machten den vertrauten, kleinen Gallier-Kosmos zu einem actionüberfrachteten Science-Fiction-Spielplatz.

„Ich denke, der neue Band wird die Fans wieder glücklicher machen“, sagt Janine Reiche. Die 32-Jährige arbeitet als Buchhändlerin im Pressezentrum Lübeck. Dort weisen große Papp-Aufsteller von Asterix und Obelix auf den neuen Comic hin. Reiches Freund hat das Werk bereits gelesen. Sein Fazit fällt durchweg positiv aus. „Er ist glücklich, dass es wieder vernünftige Kämpfe mit den Römern gibt und sich am Ende alle zu einem großen Festbankett treffen“, sagt die Buchhändlerin. „Es war wohl mal an der Zeit für einen neuen Schreiber, der neue Ideen mitbringt.“

Mehr als 100 Exemplare des neuen Asterix-Comics hat das Pressezentrum zum Verkaufsstart geordert. Denn die Nachfrage im Vorfeld war groß. „Viele Kunden hätten das Heft am liebsten schon früher gehabt“, sagt Reiche.

Auch die Brüder Thomas (14), Michael (13) und Christian (11) wollen das neue Abenteuer ihrer gallischen Helden so schnell wie möglich lesen. „Wir haben gehört, dass die Geschichte gut sein soll“, sagt Thomas. Das will er nun selbst überprüfen. Der Schüler kennt fast alle Bände der Serie. „Obelix sieht ein bisschen dünner aus“, sagt er. „Aber ansonsten ist es vom Stil her so wie vorher.“

Buchhändlerin Tanja Bäroldt hat ihre Vorliebe für Asterix und Obelix von ihrem Vater geerbt. „Er hat die Hefte schon in den 60er Jahren gesammelt“, sagt die 38-Jährige, die bei Hugendubel in der Königstraße arbeitet. „Als ich klein war, hat er mir daraus vorgelesen.“ Die neueren Bände haben ihr jedoch nicht mehr gefallen. „Das war viel zu modern und abgefahren“, sagt sie. „Als dann auch noch Ufos in Gallien gelandet sind, hat mir das den Rest gegeben.“

Tanja Bäroldt hofft, dass „Asterix bei den Pikten“ wieder mehr nach ihrem Geschmack ist. „Auf den ersten Blick sieht es gut aus“, sagt sie. „Ich freue mich schon darauf, es meinem Vater vorbeizubringen.“

Geschichte der Serie
1959 erfanden der französische Autor René Goscinny und sein Landsmann, Zeichner Albert Uderzo, die Comicserie Asterix. 1968 erschien der erste Band auf Deutsch. Nach 24 gemeinsamen Bänden starb Goscinny 1977 mit nur 51 Jahren. Uderzo machte anschließend allein weiter, tat sich aber immer schwerer. 2008 verkauften Uderzo und Goscinnys Tochter Anne ihre Anteile am Asterix-Verlag Albert René an den Comic-Konzern Hachette — inklusive der Erlaubnis, die Reihe fortzuführen.

Janina Dietrich

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