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Lübeck Neues Boot für die Naturbäder
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20:46 22.08.2017
Vier in einem Boot: Andreas Pawlowski (v. l.), Bianca Heiden, Philipp Pluschkat und Thomas Ritzmann. Quelle: Foto: Jacob

„Jetzt sind wir unabhängig“, sagt Andreas Pawlowski voller Freude. Gestern hat der Vorsitzende des Gemeinnützigen Vereins Naturbäder das neue Rettungs- und Arbeitsboot eingeweiht. Das 6000 Euro teure Boot hat der Verein mit finanzieller Hilfe des Sparkassen- und Giroverbandes und der Friedrich-Bluhme und Else-Jebsen-Stiftung Lübeck anschaffen können.

Im vergangenen Jahr starteten R.SH und der Giroverband die Initiative „Das Ehrenamt macht keine Ferien“. Grund genug für den Naturbäderverein, dem Aufruf zu folgen und sich um eine Unterstützung zu bewerben. Jetzt liegt der kleine, weiße, schnittige Flitzer mit dem 15 PS starken Außenborder und dem Namen „Falke 2“ an einem der Stege des Naturbades Falkenwiese.

„Der Motor unseres bisherigen, in die Jahre gekommenen Arbeits- und Rettungsboots fiel immer wieder aus – ausgerechnet dann, wenn wir gerade die schwimmende Bühne von einem Bad zum anderen verholen wollten“, erinnert sich Pawlowski. Zum Beispiel nach Theater- und Musikaufführungen. „Manchmal werden wir nämlich zu richtigen Roadies“, weiß auch Vorstandsmitglied Claus Burgdorff. Immerhin wird die Bühne von den Naturbädern Marli, Falkenwiese und Kleiner See in Eichholz gemeinsam genutzt. „Da geht das mitunter ganz schön hin und her“, so Burgdorff. Gestern wurde das neue Boot auch gleich auf dem Wasser getestet. Eine Überfahrt zur Badestelle Marli und einige Runden auf der Wakenitz machten Pawlowski, Thomas Ritzmann von der Stiftung, Vereins-Kassenwart Philipp Pluschkat und Sparkassenmitarbeiterin Bianca Heiden sichtlich Spaß. Vom Giroverband kamen 2000 Euro aus den Erlösen des sogenannten PS-Sparens, bei dem ein Euro bei einem Lospreis von fünf Euro dem guten Zweck zugute kommt. „Eine solche Sache fördern wir gerne“, sagte Heiden. Auch die Bluhme-Jebsen-Stiftung habe nicht lange gezögert, den Lübecker Naturbädern finanziell unter die Arme zu greifen. 4000 Euro hat die Stiftung zu dem in Finnland gebauten Boot dazugegeben. „Damit fördern wir ein breites Spektrum“, sagte Ritzmann.

Aber der Naturbäderverein hatte im Vorfeld auch einiges geleistet. „Wir haben lange nach einer kostengünstigen Variante gesucht“, erinnert sich Pawlowski. Bei der Hanse-Boot-Messe waren die Vereinsleute zufällig fündig geworden. „Wir haben sogar noch einen reduzierten Preis bekommen können“, freut sich Pawlowski. Eingesetzt wird das Boot auch, um etwa gekenterten Kanuten zur Hilfe zu kommen, so Pawlowski. Das Konsolenboot bietet Platz für vier Personen. Zur Not, wenn der Motor mal ausfällt oder einfach nicht gebraucht wird, kann das Boot auch gerudert werden. Gestern verzichteten die Insassen jedoch auf Muskelkraft und ließen den „Falken Nummer zwei“ auf der Jungfernfahrt ordentlich übers Wasser flitzen.

jac

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