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Lübeck Neues Buch über die „Lisa von Lübeck“ und ihre Unterstützer
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21:49 30.08.2016
Unter vollen Segeln: Die Lübecker Kraweel beeindruckte 2014 beim Hansetag. Quelle: Olaf Malzahn
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Es wiegt eine Menge und könnte – in falsche oder ungeschickte Hände geraten – ernste Verletzungen verursachen: das 255 Seiten dicke Buch im A4-Format, das „allen ehrenamtlichen Helfern der Kraweel ,Lisa von Lübeck‘ gewidmet“ ist. Herausgegeben hat es Marianne Dräger, Tochter Lisa Drägers, der im Februar 2015 verstorbenen Ideen- und Namensgeberin des Lübecker Hanseschiffes. In insgesamt vierjähriger Arbeit ist viel mehr entstanden als ein Buch über die große Lübecker Mäzenin und „ihr“ Schiff.

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Es ist nicht das erste Werk über die Kraweel. Aber vielleicht das (ge)wichtigste, weil es die Menschen ehrt, die sich dafür einsetzen.

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Offiziell wird das Buch am Donnerstag, 15. September, um 20 Uhr in der Buchhandlung Hugendubel, Königstraße 67a, von Marianne Dräger sowie Heike und Heino Schmarje vorgestellt. Der Eintritt kostet acht Euro, ermäßigt sechs Euro.

Erhältlich ist das Buch aus dem Wachholtz-Verlag ab sofort für 19,80 Euro im Buchhandel.

Der Tochter war es ein Anliegen, „den nach der Jungfernfahrt im Jahre 2005 nun inzwischen schon mehr als zehnjährigen umfangreichen, talentreichen, ehrenamtlichen Einsatz der Vereinsmitglieder zum Wohle der maritimen Botschafterin Lübecks zu würdigen“. Und sie wollte auch den inzwischen schon länger währenden Einsatz des Hanseschiffes dokumentieren. Das ist gelungen, denn das neue Buch bietet eine Menge: Professor Eike Lehmann, seit 2008 Vorsitzender der Gesellschaft Weltkulturgut Hansestadt Lübeck, erläutert ausführlich, wie sich der nordische Schiffbau im Mittelalter entwickelte, Bootsbaumeister Heiko Schmarje, seine Frau Heike und Christa Domian erzählen von Reisen mit der „Lisa von Lübeck“, gemeinsam mit Marianne Dräger erinnern sie an Events auf dem Schiff. Selbst wer wissen möchte, welche weiteren Hanseschiff-Nachbauten es gibt, wird in dem Buch fündig.

Fotografin Christiane Schröder führte für das Buch ein Interview mit Prof. Rolf Hammel-Kiesow, Wissenschaftlicher Berater des Hansemuseums. Und Lübecks Tourismuschef Christian Martin Lukas lässt den Internationalen Hansetag 2014 noch einmal Revue passieren – jenes Ereignis, das Zehntausende Menschen aus nah und fern begeisterte. Die Rolle der Kraweel lässt Lukas nicht unerwähnt: Sie sei nicht nur Botschafterin, sondern auch Gastgeberin gewesen. Schleswig-Holsteins ehemaliger Ministerpräsident Björn Engholm schreibt in seinem Grußwort, die „Lisa von Lübeck“ stehe für die Weltoffenheit der Stadt und sei damit zeitloses Symbol hansischer und lübscher Geschichte. „Und sie wird es, da eine Stiftung den Betrieb des Schiffes lange im Voraus sichert, auch in der Zukunft bleiben.“

Marianne Dräger beauftragte Sigrid Ruth Stephenson mit Recherchen und dem Verfassen eines Basis-Manuskriptes. Darauf aufbauend, nutzte sie das „Home-Archiv“ von Bootsbaumeister Heino Schmarje und dessen Frau Heike, die zudem von der Vereinsgründung 1991 an mit Burkhard Bange und dem früheren stellvertretenden Vorsitzenden Dieter Knabe einen Fundus an Fotos zusammengestellt hatten. Rechtzeitig zum 25-jährigen Jubiläum der Gesellschaft Weltkulturgut, also jener Menschen, die das Schiff zum lebendigen Botschafter machen, ist das Buch jetzt fertig.

„Es ist schön, dienstags auf die Werft in Schuppen D zu kommen – mitzuerleben, wie dort die vielen emsigen und engagierten Vereinsmitglieder ihre freie Zeit gern der Pflege des historischen Schiffes schenken und ihre besonderen Talente ehrenamtlich in die Vereinsgemeinschaft einbringen“, sagt Marianne Dräger.

Sabine Risch

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