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Lübeck Neues Hotel in Travemünde: Welcher Entwurf gewinnt?
Lokales Lübeck Neues Hotel in Travemünde: Welcher Entwurf gewinnt?
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23:04 29.10.2013
Ein Hotel, das das Maritim von zwei Seiten einfasst, aber dazwischen Platz lässt. Es hat eine gerade Linie zum Meer und zur Trave. Grafik: Helmut Riemann; Fotos: Ulf-Kersten Neelsen
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Travemünde

Ein Hotel, zwei Architekten: Auf dem ehemaligen Aqua-Top-Areal am Fuße des Maritims soll ein neues Aja-Hotel gebaut werden. Den Wettbewerb haben jetzt zwei Büros gewonnen, beide belegen Platz zwei.

Doch beide Entwürfe müssen noch einmal überarbeitet werden. Wer den Zuschlag letztendlich erhält, sollen im Dezember die Stadt und die Deutsche Immobilien AG als Investor entscheiden. Dann muss die Verwaltung Baurecht schaffen, der Investor das Areal von der Stadt kaufen. Baustart könnte 2015 sein. Wenn alles glatt geht, wird das neue Hotel im Frühjahr 2017 eröffnet.

„Wir brauchen eine gute Architektur“, sagt Arno Berthold Pöker vom Vorstand der Deutschen Immobilien AG. Sein Unternehmen will 50 Millionen Euro investieren und dort in der Top-Lage mit Blick auf Meer und Trave ein so genanntes Volkshotel errichten. Geplant ist der Bau einer noblen Unterkunft mit 250 Zimmern und 100 Hotelappartements. Es sind außerdem Läden und Restaurants vorgesehen. Und vor allem — ein öffentliches Schwimmbad mit einem zehn- mal-25-Meter-Becken drinnen und einem achtmal-20-Meter-Becken draußen. Hinzu kommen Kinderbad, Saunen, Wellness und Außenpool. „Wir freuen uns, mit der Deutschen Immobilien AG jemanden gefunden zu haben, der schon im Ort aktiv ist“, sagt Bürgermeister Bernd Saxe (SPD). Denn das Unternehmen hat bereits das Arosa- Resort errichtet, das 2005 eröffnet wurde. Nach Angaben des Investors wird das Hotel dem Seebad 125 000 zusätzliche Übernachtungen im Jahr bringen. Es sollen 60 bis 70 Arbeitsplätze entstehen.

Doch noch ist unklar, welcher Architekt das Rennen macht. Die beiden Büros treten mit völlig unterschiedlichen Konzepten an. Der Lübecker Helmut Riemann beschäftigt sich mit dem Aqua-Top-Areal seit 2006. Der jetzt gekrönte Entwurf ist bereits der sechste, den er für das Grundstück entwirft. „Er zollt dem nebenstehenden Maritim Respekt — und ist dennoch eigenständig“, beschreibt Bausenator Franz-Peter Boden (SPD) die Idee. Das Gebäude ist klar gegliedert mit einer geraden Linie zum Meer und zur Trave. Das Erdgeschoss ist durchgängig, dann erhebt sich das Gebäude an verschiedenen Stellen immer wieder in die Höhe — mal mit sechs Geschossen, mal mit vier. Der Eingang mit Lobby ist an der Trave-Seite platziert. Linker Hand geht es zum Schwimmbad und Wellnessbereich, rechter Hand ins Restaurant. Darüber befinden sich die Hotelzimmer. Zur Meer-Seite sind etliche Läden angeordnet, darüber die Hotelappartements. Riemann: „Wir wollten dem Maritim den Raum lassen, den es braucht.“

Im Gegensatz dazu steht der Entwurf des Hamburger Bernd Leusmann, der einen Kontrapunkt zum Maritim setzt. „Ein Gefühl von Schmetterling“, nennt Boden die Idee. Denn in der Mitte ist ein kräftiger Baukörper platziert, von dem links und rechts niedrigere Gebäudeteile abgehen. Der Eingang liegt in der Mitte des Hotels. In Richtung Trave geht es zu den Läden, über denen die Hotelzimmer platziert sind. In Richtung Meer sind das Schwimmbad und die Restaurants platziert. Darüber sind der Wellnessbereich mit Bar und die Hotelappartements.

Die Höhe variiert zwischen sieben und acht Geschossen. Leusmann: „Wir wollten dem hohen Maritim eine städtebauliche Großform entgegensetzen.“

Die Entwürfe sind bis Freitag im Travemünder Kreuzfahrt-Terminal ausgestellt — geöffnet ist von 15 bis 18 Uhr.

Josephine von Zastrow

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