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Lübeck Neues Seebad-Festival für Travemünde
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16:42 15.01.2017
Das Fischerfest in Travemünde ist Vergangenheit, dieses Jahr soll es einen Nachfolger geben: das Seebad-Festival. Quelle: Ulf-Kersen Neelsen
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Lübeck

Jetzt ist Travemünde dran. Rund um die St.-Lorenz-Kirche wird gefeiert. Das neue Seebad-Festival wird dort vom 8. bis 10. September veranstaltet. Ein Höhepunkt des Programms für 2017, das das Lübeck und Travemünde Marketing (LTM) auflegt. „Es ist ein Hansekultur-Festival in klein“, sagt LTM-Chef Christian Martin Lukas. Die Bürger sowie Vereine und Verbände sollen mitmachen. Das Motto ist: klein, aber fein! Es soll kultige Kulturabende, lauschige Musikklänge und spaßige Aktionen geben. Das neue Festival dient als Ersatz für das Fischerfest. Das fällt in diesem Jahr aus, weil am Fischereihafen gebaut werden soll. Für das Seebad-Festival legt die LTM aber ein anderes Konzept auf – eines das dem Hansekultur-Fest gleicht.

Lübeck und Travemünde Marketing (LTM) plant in diesem Jahr viel für die Bürger der Hansestadt.

In Lübeck wird aber ebenfalls gefeiert – über das ganze Jahr verteilt. Das Motto: „Endlich 30“. Denn Lübeck ist seit 30 Jahren Unesco-Weltkulturerbe. So wird es zwölf Botschafter geben – junge Menschen, die in diesem Jahr 30 werden. Es ist eine Geburtstagsparty in der Musik- und Kongresshalle geplant. Spezielle Stadtführungen, Fotoaktionen, Konzerte, Ausstellungen werden organisiert. Im Herbst ist eine Tagung mit Vertretern der europäischen Welterbe-Organisationen im Hansemuseum vorgesehen.

Das Seebad-Festival und ,Endlich 30’ „sind nicht nur etwas für Touristen, sondern vor allem für die Lübecker und Tagesgäste“, sagt Lukas. Denn neben den 1,8 Millionen Übernachtungen durch Touristen im Jahr zählt die Hansestadt auch 17 Millionen Tagesausflügler. Und: „Solche Veranstaltungen sind wichtig, auch für die Identifikation mit der eigenen Stadt.“

Botschafter der eigenen Stadt sein – das ist Lukas Credo. Neu ist daher eine Broschüre, die ebenfalls für die Lübecker gedacht ist, allerdings sollen sie dieses Heftchen nicht behalten, sondern verschenken. Es heißt ,Lübeck.Travemünde’ und wirbt für die Hansestadt. „Es ist für alle Lübecker gedacht, die auf Reisen gehen und neben Marzipan und Rotspon noch etwas anderes mitbringen wollen“, sagt Lukas. Es soll Mitte März fertig sein, zur Internationalen Tourismus Messe in Berlin (ITB) mit einer Auflage von 10 000 Stück.

Die Botschafter-Idee ist auch wiederzufinden im neuen Imagemagazin. Es heißt: „Lübeck-Travemünde: Eine Liebeserklärung.“ In dem Magazin wird über Menschen geschrieben, die Lust auf die Hansestadt machen. Die LTM hat vor zwei Jahren das erste Mal ein Magazin dieser Art herausgebracht. Jetzt kommt die zweite Ausgabe – davon werden 25000 Stück gedruckt. Ein Exemplar kostet 1,90 Euro. „Das Imagemagazin ist nicht nur für Gäste interessant, sondern auch für Lübecker“, meint Lukas.

Außerdem gibt es noch zwei weitere Kataloge. Den Kulturkatalog, der diesmal den Schwerpunkt auf die Off-Kultur legt. Das Heft heißt daher „Off Course“ und ist kostenlos zu haben. Und zudem hat die LTM einen Buchungskatalog aufgelegt – in einem neuen Format. Nach dem Motto: aus drei mach eins. Darin sind jetzt enthalten Pauschalreisen, Gastgeberverzeichnis und Gruppenangebote. Bisher gab es für jede dieser Kategorien einen eigenen Katalog. Damit ist Schluss.

Besonders stolz ist Lukas auf ein neues Online-Angebot für die Touristen. Wer seine Reise über die LTM bucht, der erhält Zugang zu einem Online-Portal mit allen Lübeck-Angeboten. So kann der Gast seine Reise bereits im voraus gestalten – eine Rundtour per Schiff buchen, sich ein Restaurant aussuchen und den Weg vom Hotel an die Ostsee planen. Der Gast kann die Ausflüge im Nachhinein auf dem Portal bewerten – und späteren Touristen dadurch beispielsweise von einem Cafébesuch abraten – oder ein Museum empfehlen.

LTM-Ausgaben

Vier Millionen Euro gibt das Lübeck und Travemünde Marketing (LTM) voraussichtlich in diesem Jahr aus. Die Einnahmen werden mit 2,2 Millionen Euro prognostiziert. Der städtische Zuschuss beträgt 1,8 Millionen Euro. Er ist seit 2014 unverändert. Davor hat die Hansestadt jahrelang mehr Geld für Tourismus ausgegeben: So flossen 2005 noch 2,45 Millionen Euro aus der Stadtkasse in den Tourismus.

 Josephine von Zastrow

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