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Lübeck Neues Wohnviertel am Vorwerker Friedhof
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21:58 10.03.2016
Lübeck macht Tempo. Neue Wohnviertel sollen im Stadtgebiet entstehen. Jetzt hat die Bauverwaltung den Startschuss für ein neues Wohnviertel am Vorwerker Friedhof in St. Lorenz Nord gegeben. Quelle: fotolia

Lübeck macht Tempo. Neue Wohnviertel sollen im Stadtgebiet entstehen. Jetzt hat die Bauverwaltung den Startschuss für ein neues Wohnviertel am Vorwerker Friedhof in St. Lorenz Nord gegeben. Das 52000 Quadratmeter große Areal liegt an der Friedhofsallee, grenzt an den Vorwerker Friedhof und reicht fast bis ans Gelände der Paul-Gerhardt-Schule. Es umfasst das Grundstück der ehemaligen Stadtgärtnerei und einen Teil der Erweiterungsfläche für den Friedhof, die nicht mehr gebraucht wird. Dort sollen hundert Einfamilien- und Reihenhäuser entstehen. Zudem sind 30 Wohnungen in Mehrfamilienhäusern geplant. Für das neue Wohnviertel hat der Bauausschuss grünes Licht für Stufe eins gegeben. Ein Bebauungsplan beinhaltet ein dreistufiges Verfahren und dauert anderthalb Jahre.

 

„Wir müssen uns irgendwann einmal auch beeilen“, mahnt Bausenator Franz-Peter Boden (SPD). Angesichts des prognostizierten Zuwachses an Einwohnern brauche die Stadt dringend Wohnraum. Derzeit zählt Lübeck 218500 Einwohner. Die Stadt geht aber davon aus, dass 2025 in Lübeck 223000 Menschen leben. Deshalb sollen 3900 neue Wohnungen entstehen. Davon können 330 Wohnungen sofort gebaut werden. Sie verteilen sich auf 14 kleinere Flächen, auf denen es bereits Baurecht gibt. Diese gehören sowohl Privatleuten als auch der Stadt. Die Stadtverwaltung will ihre Grundstücke demnächst ausschreiben. Ab 2017 soll es dann richtig losgehen, es soll Baurecht für insgesamt zehn große Wohnquartiere in Lübeck geben.

Dabei setzt die Stadt vor allem auf eigene Flächen in bestehenden Wohngebieten. Der Grund: Sie kann selbst Preise und Tempo bestimmen. Und: Die neuen Bewohner können die vorhandene Infrastruktur nutzen — wie Kindergärten, Schulen, Bushaltestellen, Supermärkte. Daher bringt die Bauverwaltung zurzeit einen Bebauungsplan nach dem anderen auf den Weg — damit Baurecht entsteht. So gibt es seit Ende September Baurecht im 10 000 Quadratmeter großen Gründungsviertel am Fuße von St. Marien in der Altstadt. Dort soll ab Herbst gebaut werden: 140 Wohnungen und sechs Einfamilienhäuser.

In Eichholz entwickelt die Stadt ebenfalls ein neues Wohnviertel: das Johannes-Kepler-Quartier. Das 49000 Quadratmeter große Areal schmiegt sich an die Straße Am Ährenfeld an. Geplant sind dort 62 Stadtvillen sowie hundert Wohnungen in Mehrfamilienhäusern. Dort gibt es 2017 Baurecht.

Im Süden der Stadt soll im Bornkamp ebenfalls ein Quartier entstehen. Dabei geht es um das viel diskutierte 25 000 Quadratmeter große Grundstück am Schärenweg, auf dem das Land eine Erstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge bauen wollte. Nachdem die Bürgerschaft das Vorhaben abgelehnt hat, errichtet die Stadt dort ein Containerdorf für mehr als 200 Flüchtlinge. Voraussichtlich sollen dort ab Ende 2017/Anfang 2018 aber 300 Wohnungen entstehen, davon 200 Apartments für Studenten.

Die Stadt setzt auch auf private Flächen, damit mehr Wohnungen in der Hansestadt gebaut werden. Erst im Januar ist der Startschuss für ein Quartier in St. Lorenz Nord gefallen. Auf dem Grundstück des ehemaligen Pflanzenschutzamtes an der Hagenskoppel sollen 20 bis 22 Einfamilienhäuser errichtet werden. Los gehen könnte es 2017. In St. Lorenz Nord sind 23 Einfamilienhäuser und 27 Wohnungen in Mehrfamilienhäusern geplant. Das Gelände grenzt an die Triftstraße und die Georg-Kerschensteiner-Straße. Baurecht könnte es 2017 geben.

Im lübschen Seebad entsteht das größte neue Quartier mit 430 Wohnungen. Dort wird der riesige Parkplatz Baggersand neu bebaut sowie der Fischereihafen völlig umgestaltet. Hauptsächlich werden dort exklusive Apartments entstehen. Der Baustart ist für 2017 geplant. Hinzu kommen 70 Wohnungen auf dem Godewind-Parkplatz in Travemünde. Auf dem Grundstück Am Fahrenberg werden wohl ab Sommer 70 Wohnungen errichtet. Ebenfalls Apartments der gehobenen Klasse entstehen in St. Jürgen. An der Wasserkunst werden 215 Wohnungen und 30 Einfamilienhäusern gebaut. Baurecht soll es in diesem Jahr geben. Ein ähnliches Klientel wird an der Falkenstraße vor der Altstadt bedient. Dort sind 68 Apartments geplant. Baurecht soll such 2016 erfolgen.

Von Josephine von Zastrow

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