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22:16 18.09.2013
Marc Aniol (r.), Wehrführer der Freiwilligen Wehr Israelsdorf, und Innensenator Bernd Möller am ersten generalüberholten Unimog. Quelle: Foto: Hellerling

Fast wie neu: Die Israelsdorfer Helfer haben als erste Freiwillige Feuerwehr einen grundüberholten Unimog in Empfang nehmen können. Das geländegängige Tanklöschfahrzeug stand für knapp sieben Monate in der Werkstatt der Entsorgungsbetriebe Lübeck (EBL) und wurde einmal komplett zerlegt und dann modernisiert. „Damit soll die Lebensdauer möglichst noch einmal um bis zu 15 Jahre verlängert werden“, sagt Innensenator Bernd Möller (Grüne). Die Unimogs seien „nahezu unverwüstlich“, neue Autos daher unsinnig.

Hintergrund ist aber auch die angespannte Finanzlage der Stadt. Während ein neues Tanklöschfahrzeug an die 230 000 Euro kosten kann, schlägt die Runderneuerung bloß mit knapp 70 000 Euro zu Buche.

Möller: „Das kommt dem Haushalt zugute.“ Insgesamt will die Stadt durch kostengünstiges Generalüberholen und Umstrukturieren im Feuerwehr-Fuhrpark langfristig bis zu 2,6 Millionen Euro einsparen — durchschnittlich 130 000 Euro im Jahr Geplant ist, in den nächsten Jahren bis zu 15 Unimogs der Freiwilligen Wehren zu überholen — in zwölf Monaten schafft die EBL- Werkstatt zwei Fahrzeuge. Oft ist es nur das Feuerwehr-Zubehör, das ersetzt werden muss. Fahrwerk und Getriebe sind meist gut in Schuss. Selbst wenn es aber am Ende bloß 13 modernisierbare Autos sind, sei es immer noch ein sehr guter Schnitt, so der Innensenator.

Doch es geht nicht nur um Einsparungen. Der „getunte“ Unimog führt jetzt eine leistungsfähigere Wasserpumpe mit sich, außerdem wurde das Equipment neu arrangiert. „Die schweren Sachen liegen jetzt weiter unten“, sagt Wehrführer Marc Aniol. Feuerwehr und EBL-Werkstatt hatten laut stellvertretendem Stadtwehrführer Walter Gaul einen „engen Draht“. Für ihn war die Unimog-Übergabe ein ganz besonderer Moment. „Als das Auto 1987 fabrikneu nach Israelsdorf kam, war ich dort Wehrführer.“ Und jetzt könne er sehen, wie sein „Schmuckstück“ weitere 15 Jahre im Dienst bleibe.

pah

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