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Lübeck Neues aus der Humangenetik
Lokales Lübeck Neues aus der Humangenetik
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20:36 16.03.2016
Elisabeth Hüttmann (16, l.) und Rebecca Meyer (16) zeigen großes Interesse an Humangenetik. Quelle: Christoph Brandt

So kompliziert die Powerpoint-Folien von Professor Frank Kaiser auf den ersten Blick auch erscheinen mögen, so aufmerksam folgt das Publikum im Hansesaal des Hanseatischen Hofes dem Vortrag. 350 Oberstufenschüler aus sieben Lübecker Schulen haben sich eingefunden, um in einer dreistündigen Vortragsreihe einen Abriss der neuesten Erkenntnisse der Humangenetik zu erfahren.

Unter dem Titel „Wird der Mensch zum Modellbaukasten? Humangenetiker lesen im ,Buch des Lebens‘“ gehen Wissenschaftler der Universität auf Themen der Diagnostik, der Präimplantationsdiagnostik sowie auf Möglichkeiten moderner Techniken ein.

Das von Professor Kaiser vorgestellte „CRISPR (Clustered Regularly Interspaced Short Palindromic Repeats)- Cas9-System“ gehört zu den neuesten Entdeckungen, die Molekularbiologen eine Veränderung der DNA erlauben. In dem Vortrag dreht sich alles um Genome und DNA-Sequenzen.

Dass sich bei diesen Worten in den Köpfen der Schüler nicht alles dreht, liegt neben dem Interesse am Thema an einer intensiven Behandlung des Themas in der Schule. „Wir haben fünf Stunden Biologie pro Woche, Genetik bestimmt seit fast einem Jahr den Unterricht“, sagt Julian Kröger von der Geschwister- Prenski-Schule. Das Niveau der Vorträge sei zwar anspruchsvoll, aber gut zu verstehen, findet der 18-Jährige. Ein Gros der jungen Gäste entschied sich zu Oberstufenbeginn für das naturwissenschaftliche Profil, das besonders den Fächern Biologie und Chemie Aufmerksamkeit widmet. Mit der Vortragsreihe wollen die Lehrer ihren Schülern auch außerhalb des Unterrichts einen Themenüberblick bieten.

„Mit den Vorträgen möchten wir das Interesse an der Beschäftigung mit Humangenetik auch nach der Schule wecken“, sagt Gabriele Gillessen-Kaesbach, Leiterin des Instituts für Humangenetik. „Ich finde die Untersuchung von Krankheiten interessant und kann mir vorstellen, später in der Forschung zu arbeiten“, sagt Elisabeth Hüttmann vom Johanneum.

Die Vorträge für Schüler sind Teil der 27. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Humangenetik (GfH), die zum zweiten Mal in Lübeck stattfindet. 800 Naturwissenschaftler und Mediziner diskutieren die jüngsten Forschungstrends und stellen die Möglichkeiten neuer Technologien vor. „Humangenetik vermittelt grundlegendes Wissen über Krankheitsentwicklungen“, sagt GfH-Geschäftsführerin Christine Scholz.

Von cb

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