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Lübeck Newport Marina begeistert Bootsbesitzer
Lokales Lübeck Newport Marina begeistert Bootsbesitzer
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11:48 23.08.2017
Ralf Günther (v. l.), Manfred Rudolf, Peter Schwitalla und Michael Nolte fahren mit ihrem zehn Meter langen Motorboot von Travemünde nach Hildesheim. In Lübeck legen sie für eine Nacht an – und freuen sich, dass die Innenstadt vom neuen Sportboothafen aus so schnell erreichbar ist. Quelle: Fotos: Lintschnig

Die Ostsee war ziemlich unruhig heute. Selbst Günter Hamester, der mit seinen 72 Jahren schon viel Zeit auf dem Wasser verbracht hat, wurde es da etwas komisch. „Ich habe es ein bisschen mit dem Kreislauf zu tun bekommen“, sagt Hamester, der mit seiner Frau und seinem norwegischen Motorboot gerade am neuen Yachthafen an den Lübecker Media Docks festgemacht hat. „Ich habe mich gefreut, als wir über die ruhige Trave hier in den Hafen eingelaufen sind. Und dann noch dieser tolle Ausblick hier“, sagt Hamester, stopft etwas Tabak in seine Pfeife und genießt die Ruhe. In Lübeck war das Ehepaar aus Hamburg schon häufiger mit seinem Boot, am neuen Yachthafen „The Newport Marina“ das erste Mal.

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Der neue Sportboothafen an den Mediadocks ist fast fertig – Die ersten Boote legen schon an – Yachtbesitzer freuen sich über die zentrale Lage und den schönen Blick auf die Lübecker Altstadt.

Ein Freund von ihnen hat den neuen Yachthafen wärmstens empfohlen. „Er hat richtig davon geschwärmt. Wir haben sonst öfter am Hafen an der Lachswehr angelegt. Das war auch recht schön, aber so weit von der Innenstadt entfernt, da mussten wir immer so lange laufen“, sagt Helga Hamester. Eine Nacht bleiben die Hamesters in Lübeck, dann setzen sie ihre Reise zu ihrem Heimathafen nach Geesthacht fort. „Wenn wir gleich alles verstaut haben, dann gehen wir schön durch die Innenstadt und bummeln ein bisschen. Ein Hafen mitten in der Stadt – das ist wirklich etwas Besonderes“, sagt die 69-Jährige.

Das findet auch die vierköpfige Mannschaft der Marinekameradschaft Hildesheim, die mit ihrem zehn Meter langen und 90 PS starken Motorboot ebenfalls im Yachthafen an den Media Docks liegt. „Die Lage ist super. Von hier ist alles erreichbar, wenn man mal etwas nachkaufen muss oder die Vorräte aufgebraucht sind“, sagt Ralf Günther, der mit seinen drei Kameraden innerhalb einer Woche von Travemünde nach Hildesheim fahren will. „In Holland kann man in jede kleine Stadt mit dem Boot hineinfahren. Das sollte man hier in Deutschland auch intensiver machen, da würden bestimmt viele Touristen kommen“, findet der 57-Jährige. Auch Manfred Rudolf ist begeistert: „Es ist wirklich sehr schick hier. Ich finde es klasse, dass der alte Stil der Gebäude erhalten wurde. Und mit den historischen Kränen ist es eine tolle Atmosphäre, richtig nostalgisch.“

Der 57-Jährige hat auch schon einmal an dem Hafen gegenüber der Media Docks gelegen, „aber das war ja mehr ein Provisorium, mit dem jetzigen Hafen gar nicht zu vergleichen“. „Hier wurde an der richtigen Stelle investiert. Schauen Sie mal dieses Panorama, herrlich!“

Auch Helga und Günter Hamester haben in der Vergangenheit schon an dem ehemaligen Yachthafen am Schuppen sechs angelegt – aber nur einmal. „Nee, da wollten wir nicht noch einmal hin“, sagt Helga Hamester. „Ich habe den Hafen immer nur den ’Rattenhafen’ genannt, weil ich mal eine tote Ratte hinter unserem Boot gesehen habe, die auf der Wasseroberfläche trieb. Eklig!“ Hier finden sie es viel schöner. „Die Stege sind super, hier kann man sein Boot hervorragend festmachen“, sagt Günter Hamester. Und was das Ehepaar hier auch gerne macht, ist, sich die anderen Yachten anzuschauen, die im Hafen liegen. „Hier neben uns zum Beispiel, das ist aber ein riesiges Ding“, sagt sie und schaut auf ihren Nachbarn, dessen Boot etwa 15 Meter lang ist, blitzblank und modern in der Sonne glänzt und aussieht, als hätte man dafür auch ein großzügiges Einfamilienhaus kaufen können. „Das kostet doch bestimmt eine Million Euro, oder was sagst du, Günter?“, fragt Helga Hamester. „Ja, bestimmt“, antwortet er. „Das brauchen wir nicht. Unser Boot ist zwar schon 25 Jahre alt, aber hier haben wir alles, was wir brauchen.“

Ein anderer Bootsbesitzer im Hafen hat noch nicht alles, was er braucht. „Wir haben noch kein Wasser“, sagt der Mann aus Stade, der mit seiner Ehefrau für eine Nacht bleibt. „Wir wären länger geblieben, aber ohne Wasser geht es nicht.“ Verärgert ist er darüber nicht. „Es ist ja baustellenbedingt, das verstehe ich.Wenn man sich anschaut, wie primitiv der frühere Hafen gegenüber war, dann ist das hier eine saubere Sache. Das wird mal was, wenn alles fertig ist.“

 Hannes Lintschnig

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