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Lübeck Nördliche Wallhalbinsel: 2019 geht’s los
Lokales Lübeck Nördliche Wallhalbinsel: 2019 geht’s los
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13:31 03.01.2018
Quelle: Archiv/Hellerling
Lübeck

Die Hafenschuppen bleiben. Das ist die Maxime der Projektinitiative Hafenschuppen (PIH). Sie darf das 70 000 Quadratmeter große Areal bis Ende Juli entwickeln. So hat es die Bürgerschaft beschlossen. So werden alle fünf Schuppen auf dem alten Hafengelände erhalten. Im Herbst 2018 müssen dann die Kaufverträge durch die Bürgerschaft abgesegnet werden. Im Frühjahr 2019 soll es losgehen, 2021 wäre dann alles fertig.

Das Problem: der Lärm. In den Schuppen sollen Musikgruppen unterkommen, ein Theater, Restaurant, Veranstaltungsräume – und zugleich Wohnungen. Deshalb muss ein neuer B-Plan für das Areal geben. Denn: Der derzeit gültige Bebauungsplan war für das Projekt Kailine und deckt nur Wohnen ab – ohne Veranstaltungslärm. „Das ist der Hauptgrund für einen neuen B-Plan“, erklärt Detlev Holst von der PIH. In diesem Zuge muss das Gebiet eine neue Bezeichnung erhalten: Für ein Mischgebiet gibt es zu wenig Wohnungen, nun soll es ein Urbanes Gebiet werden. Ein formaler Akt, aber wichtig.

Konkret: Die Nördliche Wallhalbinsel wird in zwei Abschnitte aufgeteilt. Für den ersten braucht die PIH keinen neuen Bebauungsplan. Sie kann die drei Hafenschuppen auf der Seite zur Roddenkoppel ausbauen. Schuppen A widmet sich der Rockmusik, in Schuppen B werden Wohnungen untergebracht und Schuppen C bleibt eine Veranstaltungsstätte für Theater. Die Flächen zwischen den Schuppen B und C sowie Schuppen C und D bleiben im Eigentum der Stadt. Sie sollen als öffentliche Plätze entwickelt werden – auch, damit später eine Brücke von der Roddenkoppel zur Nördlichen Wallhalbinsel gebaut werden. Auf der Fläche neben den Media Docks ist ein Hotelneubau vorgesehen. Dafür wird ein Wettbewerb ausgelobt. Wenn der Neubau drei bis vier Geschosse hoch wird, ist für dieses Grundstück kein neuer B-Plan vorgesehen – wenn doch, muss diese Fläche überplant werden.

Auf jeden Fall brauchen aber Schuppen D und F, sowie das Areal des Strandsalons und die Fläche neben Schuppen A einen neuen B-Plan. Dabei geht es um den Lärm durch den Strandsalon sowie die Größe der Baufelder. So ragt Schuppen F über die Grenze hinaus. Nach dem derzeitigen B-Plan sollte er abgerissen werden und einen Neubau weichen. Auf dem Baufeld neben Schuppen A soll ein Parkhaus und ein Bürogebäude gebaut werden. Dieses Baufeld ist wohl zu klein und müsste vergrößert werden.

Von Josephine von Zastrow

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