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Lübeck Nudisten-Hasser auf dem Priwall unterwegs?
Lokales Lübeck Nudisten-Hasser auf dem Priwall unterwegs?
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22:31 17.05.2018
Angezogen und nackt sonnenbaden: Auf dem FKK-Abschnitt ist beides erlaubt. Quelle: Fotos: Thomas Krohn
Travemünde

Ist es einfach nur Zerstörungswut, ein Dumme-Jungen-Streich, oder gibt es auf dem Priwall Nudisten-Hasser, die sich über Nacktbader ärgern? Jedenfalls ist es nichtder erste Vorfall dieser Art. Auch in den vergangenen Jahren wurden die Tafeln immer wieder beschädigt oder zerstört, etwa zum Ende der Saison 2017, als ein Schild am Strandaufgang gegenüber der Gaststätte „Priwall-Treff“ zerbrochen in den Dünen lag.

Unbekannte haben ein Hinweisschild auf dem FKK-Abschnitt am Priwallstrand gestohlen und das andere beschmiert. Die beiden Schilder waren erst vor zwei Wochen aufgestellt worden. Es ist nicht der erste Vorfall dieser Art in den letzten Jahren.

Jetzt hat ein Trupp des Kurbetriebs die Schmierereien auf dem Schild am Strandzugang mühsam entfernt und am Ende des Strandabschnitts ein neues Schild aufgestellt. Den ursprünglichen, drei Meter langen Pfahl, der tief im Sand steckte, hatten Unbekannte herausgerissen und mitsamt Tafel mitgenommen. „Die hängt jetzt vielleicht irgendwo auf einem Grundstück oder in einem Partykeller“, mutmaßt ein verärgerter Strandbesucher.

Auffällig ist, dass andere Schilder an den Strandübergängen, etwa die mit Hundeverbots-Hinweisen, oder auf denen die Baderegeln erklärt werden, zumindest bislang von den Tätern verschont werden.

„Vandalismus kommt leider immer wieder vor, das kostet uns ein paar tausend Euro im Jahr“, sagt Kurdirektor Uwe Kirchhoff.

In jedem Fall werde Anzeige bei der Polizei erstattet. Die Chance, die Täter zu schnappen, sei in den Fällen von Zerstörung und Diebstahl jedoch gering. Bei Schmierereien dagegen werde schon öfter mal einer erwischt, da die Sprayer häufig ihre Signaturen auf den Schildern hinterließen. Seit geraumer Zeit verwende der Kurbetrieb Hinweisschilder ausschließlich aus Metall, weil das Material nicht brennbar sei. „Holzschilder sind früher gern schon mal im Lagerfeuer gelandet“, sagt Kirchhoff. Wer die FKK-Schilder oder andere Hinweistafeln beschmiere, beschädige oder entwende, führe jedenfalls einen hoffnungslosen Kampf: „Wir werden immer wieder neue Schilder aufstellen.“

FKK in Schleswig-Holstein

Fast jeder größere Badeort an der deutschen Ostseeküste hat einen FKK-Strand. Es gibt etwa 20 offiziell ausgewiesene Strände. Das Nacktbaden und -sonnen ist grundsätzlich nur an diesen Strandabschnitten erlaubt. Dort dürfen sich auch Badegäste in Bekleidung aufhalten.

Der FKK-Strand in Travemünde liegt am Brodtener Ufer hinter dem Hundestrand, der auf dem Priwall beginnt etwa 150 Meter vor der Landesgrenze zu Mecklenburg-Vorpommern.

Thomas Krohn

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