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Lübeck Ökumene geht den Leidensweg Jesu
Lokales Lübeck Ökumene geht den Leidensweg Jesu
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20:38 07.04.2017
Ökumene: Lübecks stellvertretender Stadtpräsident Klaus Puschaddel (v. l.), Pastor Lutz Jedeck und Propst Christoph Giering. Quelle: Foto: Ulf-Kersten Neelsen

An der Pilger- und Seefahrerkirche St. Jakobi setzt sich am Karfreitag, 10 Uhr, wieder ein ganz besonderer Zug in Bewegung: Evangelische und katholische Christen gehen gemeinsam den Kreuzweg, mit 1,65 Kilometern genau jene Strecke, die Jesus auf der „Via Dolorosa“ zur Kreuzigung gegangen sein soll. Start ist am Relief an der Jakobikirche, das Jesus vor Pontius Pilatus zeigt, Ziel ist der Jerusalemsberg.

Was seit 2004 offiziell als ökumenischer Kreuzweg alljährlich begangen wird, hat sich zu einer richtig großen Veranstaltung entwickelt: Um die 900 Menschen nahmen in den vergangenen Jahren an der Prozession teil. Fünf Stationen hat der Weg, an denen die Teilnehmer innehalten und ihre Gedanken zum Thema kundtun. „Was ist Wahrheit?“, lautet es dieses Mal. Die Frage sei, was wir heute, in „postfaktischen“ Zeiten und in Zeiten von „Fake News“ erlebten, sagt Björn Engholm, einer der acht Sprecher. Weitere Beteiligte sind Jakobi-Pastor Lutz Jedeck, der Hamburger Erzbischof Dr. Stefan Heße, Bischöfin Kirsten Fehrs, IHK-Präses Friederike C. Kühn, Pröpstin Petra Kallies, Propst Christoph Giering und Dr. Arno Probst, Vorsitzender des Trägervereins für die katholische Prassek-Schule.

Für den erst seit Ende 2016 amtierenden Propst Christoph Giering ist es „schön, nicht nur einen Spaziergang zu unternehmen, sondern auch des Leidens Jesu und der Menschen zu gedenken. Ich bin sehr gespannt, neugierig und offen.“ Für Pastor Lutz Jedeck macht den Reiz des Kreuzweges auch „die Spannung zwischen dem liturgischen Gehen und dem Stadtgeschehen“ aus. Für die Liturgie zeichnet Pastorin Kathrin Jedeck verantwortlich.

Schöne Geschichte am Rande: Aus den Vorjahreskollekten am Ende des Kreuzweges soll das Relief auf dem Jerusalemsberg restauriert werden. Da es aber der Stadt gehört, übergab Jedeck gestern eine Zusage in Höhe der veranschlagten Kosten für die Sanierung – 4046 Euro – an den stellvertretenden Stadtpräsidenten Klaus Puschaddel. „Lübeck hat viele Schulden, aber ist reich an kulturellen Schätzen. Danke für den Erhalt von Schätzen“, sagt Puschaddel. Die Steinrestauratorin, erklärte Pastor Jedeck, könne loslegen, „sobald es frostfrei ist“.

Der ökumenische Kreuzweg ist übrigens eine von vier Veranstaltungen von Nordkirche und Erzbistum im Lutherjahr.

sr

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