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Lübeck Olympia-Schwimmtrainer: Missbrauchs-Prozess geplatzt
Lokales Lübeck Olympia-Schwimmtrainer: Missbrauchs-Prozess geplatzt
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16:06 30.11.2012
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Das Schöffengericht vom stimmte heute dem Antrag der Verteidigung auf Einholung eines Glaubwürdigkeits-Gutachtens der als Nebenklägerin auftretenden Schwimmerin zu, wie einer der Verteidiger in Kiel sagte. Ursprünglich sollte heute bereits das Urteil in dem Fall verkündet werden.

Der Betreuer muss sich wegen des Missbrauchs Schutzbefohlener verantworten. Laut Staatsanwaltschaft soll der Mann die damals 16 Jahre alte Schwimmerin zwischen August 2004 und März 2006 mehrmals zum Sex genötigt haben. Angeklagt sind insgesamt 18 Missbrauchsfälle.

Laut der Verteidigung wurde der Beweisantrag zur Glaubwürdigkeit des mutmaßlichen Opfers bereits vor geraumer Zeit gestellt. In dem Verfahren vor dem Schöffengericht war die Öffentlichkeit gleich nach der Anklageverlesung ausgeschlossen worden. Erst die Urteilsverkündung sollte wieder öffentlich sein. Richterin Juliane Schroeter begründete dies mit den schutzwürdigen Interessen des Angeklagten und des mutmaßlichen Opfers.

Für den Schwimmtrainer hat der Fall berufliche Konsequenzen: Bereits vor dem Gerichtstermin kündigte der Deutsche Schwimm-Verband (DSV) an, künftig nicht mehr mit dem Mann zusammenarbeiten zu wollen. „Wir werden ihn zu keiner Maßnahme mehr mitnehmen“, sagte DSV-Sprecher Harald Gehring. Er sprach von einem „Vertrauensbruch“, weil niemand im Verband über das Gerichtsverfahren informiert worden sei. Zugleich betonte Gehring, dass der Trainer nie beim Schwimmverband beschäftigt gewesen sei.

Der Deutsche Schwimm-Verband (DSV) war während der Sommerspiele von den Beschuldigungen gegen den Trainer überrascht worden. Er hatte vor dem Abflug nach London den olympischen Ehrenkodex unterschrieben.

An den zehn Verhandlungstagen vor dem Kieler Amtsgericht wurden elf Zeugen gehört. Dazu gehörte neben der damals minderjährigen Schwimmerin unter anderen auch eine Freundin, die selbst einmal mit dem Schwimmtrainer liiert war.

>p>Der Angeklagte war seit 2000 Übungsleiter des damals zwölf Jahre alten Mädchens in Kiel. Zum ersten Missbrauch soll es im August 2004 während eines gemeinsamen Kreta-Urlaubs gekommen sein, an dem auch die damalige Lebensgefährtin des Angeklagten teilnahm. Beide Frauen sollen zu diesem Zeitpunkt stark angetrunken gewesen sein.

Die Anzeige erfolgte im August 2009. Zwar kam es der Anklage zufolge nicht zu physischer Gewalt im Sinne einer Vergewaltigung. Allerdings beschrieb die Staatsanwältin bei der Verlesung der Anklageschrift, dass das Mädchen sich in einem Fall widersetzt habe.

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