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Lübeck „Orion“ beendet flaue Kreuzfahrtsaison
Lokales Lübeck „Orion“ beendet flaue Kreuzfahrtsaison
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13:20 06.09.2016
Die „MS Deutschland“ legte am Sonntag am Travemünder Ostpreußenkai an. Quelle: Fotos: Wolfgang Maxwitat

Einen Tag zuvor kam die „MS Deutschland“ zu einem Kurzbesuch nach Travemünde und lag mehrere Stunden am Ostpreußenkai.

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Im Lübecker Hafen gab es in diesem Jahr nur 18 Anläufe – Rostock vermeldet dagegen stolze 185.

Die „Alexander von Humboldt II“ kam gleich zweimal kurz hintereinander im Juni nach Travemünde. Das 65 Meter lange Segelschiff machte auf dem Weg von Stettin nach Bremerhaven für je 24 Stunden Station am Travemünder Ostpreußenkai.

Die „Sea Cloud II“, das luxuriöse, 117 Meter lange Kreuzfahrtschiff mit 3000 Quadratmetern Segelfläche, besuchte Travemünde am 13. Juli auf dem Weg nach Kopenhagen. Es machte für zehn Stunden am Ostpreußenkai fest.

Die „MS Princess“, ein reiner Flusskreuzfahrer, ist nur 80 Meter lang und hat geringen Tiefgang. Sie passierte am 6. Juni auf ihrem Weg von Mölln zum Lübecker Burgtorkai die Hüxtertorbrücke. Fotos: Vögele (4), König, Roeßler, Kröger

Die „MS Boudicca“ kam am 5. August auf der Fahrt von Belfast via Nordostseekanal nach Travemünde, um von dort wieder durch den Kanal nach Hamburg zu fahren. Sie ist 204 Meter lang und konnte am Ostpreußenkai festmachen.

Die „MS Zuiderdam“ war mit 285 Metern Länge nach der „Mein Schiff 5“ das größte Schiff, das in dieser Saison Travemünde anlief. Es machte am 6. August auf dem Weg von Stockholm nach Göteborg am Skandinavienkai fest.

Die „Mein Schiff 5“ war mit ihren 295 Metern Länge das größte Schiff, das Travemünde in dieser Saison anlief. Am 15. Juli legte sie zwar nicht in Travemünde an, stoppte aber vor der Nordermole. Tausende Menschen verfolgten die Taufzeremonie.

Diese Schiffe waren zu Besuch

Die MS Braemar, 196 Meter lang und gedacht für 774 Passagiere, eröffnete am 29. April die Kreuzfahrtsaison. Auf dem Weg von Flensburg nach Hamburg machte sie am Travemünder Ostpreußenkai für neun Stunden Station.

In diesem Jahr gab es im Lübecker Hafen zwar mehr Kreuzfahrt- Anläufe mehr als 2015, doch mit insgesamt 18 Anläufen ist Lübeck weit davon entfernt, ein Kreuzfahrer-Hafen zu sein. Zum Vergleich: In diesem Jahr verbuchte Rostock- Warnemünde 185 Anläufe. Kiel brachte es auf 146 Anläufe. Nur Wismar hatte mit sieben Anläufen weniger Kreuzfahrtbesuche als Lübeck.

Wie sich das Kreuzfahrt-Geschäft im Lübecker Hafen entwickelt, ist nicht absehbar. Vor 15 Jahren gab es im Lübecker Hafen noch 34 Kreuzfahrtanläufe. Damals erwartete man eine stetige Steigerung der Zahlen. Doch diese Prognose erfüllte sich nicht, obwohl viele Reedereien ihre Schiffe vom Mittelmeer in die Ostsee verlegen. Schifffahrtsexperten gehen davon aus, dass bis zum Jahr 2030 insgesamt 50 Prozent mehr Kreuzfahrtschiffe als heute die Ostseehäfen anlaufen. Ob auch Lübeck von dieser Entwicklung profitieren wird, steht in den Sternen. Denn der Hafen ist für Kreuzfahrer nicht gut aufgestellt. Hauptmanko: der Mangel an Liegeplätzen. An den Ostpreußenkai passen nur Schiffe mit einer Länge von bis zu 200 Metern. Die Anleger 3 und 4 des Skandinavienkais können zwar dicke Pötte mit einer Länge von bis zu 300 Meter aufnehmen, doch dort behindern sie den Frachtverkehr. Und mit diesem macht die Lübecker Hafen-Gesellschaft (LHG) das meiste Geld.

LHG-Chef Sebastian Jürgens fordert seit Längerem mit Nachdruck den Bau eines neuen Kreuzfahrt- Anlegers. Michael Weiß vom Verein Lübeck Cruise betonte gestern: „Wir wollen die Zahl der Kreuzfahrtanläufe deutlich steigern.“ Im Herbst gebe es eine Strategie-Sitzung mit allen Beteiligten. Weiß: „Wir müssen alle Player zusammenbringen, Pakete schnüren und Klinken putzen.“

 Sr Torsten Teichmann

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