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Lübeck Ostermarsch: 200 Demonstranten
Lokales Lübeck Ostermarsch: 200 Demonstranten
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18:24 26.03.2016
Für den Frieden durch die Innenstadt: 200 Lübecker mit bunten Flaggen demonstrieren in der Altstadt. Es ist der erste Ostermarsch seit zwölf Jahren. Quelle: Lutz Roeßler

Für den Frieden, gegen den Krieg: Das ist die Botschaft der 200 Demonstranten, die sich gestern zum Ostermarsch auf dem Schrangen getroffen haben. Bunte Peace-Fahnen, die weiße Friedenstaube auf blauem Grund und etliche Partei-Flaggen wehen im Wind. „Wer Waffen sät, wird Flüchtlinge ernten“, steht auf einem selbstgemalten Transparent.

Es ist der erste Ostermarsch seit zwölf Jahren. Die lange Pause erklärt Mitorganisator Bernd Meimberg mit den Gegendemonstrationen zu den Nazi-Aufmärschen in Lübeck. Sie fanden immer Ende März statt.

„Da konnten wir nicht noch mehr organisieren“, sagt Meimberg.

Der Ostermarsch wird von Privatleuten und gut zehn Vereinigungen unterstützt, die meistens dem linken Spektrum zugeordnet sind. Aber auch Meimberg vom Verein der Verfolgten des Nazi-Regimes ist dabei. „Man muss Frieden immer wieder einfordern und die Mächtigen daran erinnern“, sagt er in seiner Rede. Meimberg plädiert für das Ende der Kriegseinsätze der Bundeswehr und keine Atomwaffen auf deutschem Boden. „Die weltpolitische Lage hat sich dramatisch zugespitzt“, beschreibt er die Situation. Die „kriegerische Politik der Nato-Staaten“ lasse die Situation eskalieren, anstatt für Frieden zu sorgen. Er erinnert an die Zwei-plus-Vier- Verträge der Wendezeit, in denen sich Deutschland zum Frieden verpflichtet habe. „Wann ist endlich wieder Frieden?“ singt Lars Horst passend dazu und begleitet sich selbst mit einer Gitarre.

Dann startet der Demonstrationszug durch die Innenstadt. Das Bild erinnert an die Friedensbewegung der 80er Jahre, manch‘ eine der Flaggen stammt wohl auch noch aus dieser Zeit. „Der Ostermarsch soll der Anfang einer neuen Friedensbewegung sein“, macht Meimberg klar. Deshalb hat sich ein neues Friedensforum gegründet. Das Ziel: „Wir wollen friedenspolitisch aktiv werden“, sagt Meimberg. Daher sind alle Interessierten eingeladen am Montag, 4. April, um 19 Uhr zu einem ersten Treffen ins Gewerkschaftshaus am Holstentorplatz 1-5 zu kommen. Wer sich vorab informieren möchte, kann sich unter LoBeMeimberg@t-online.de per E-Mail an Meimberg wenden oder per Telefon unter 04543/71 07. jvz

LN

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