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Lübeck Palliativversorgung: „Es betrifft uns alle“
Lokales Lübeck Palliativversorgung: „Es betrifft uns alle“
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23:13 12.10.2017
Thomas Schell vom Palliativnetz unterzeichnet die Charta. Quelle: Foto: True
Lübeck

Trotz des großen und oft nicht genügend honorierten Engagements haupt- und ehrenamtlicher Kräfte fehle es immer noch an einer bedarfsgerechten Palliativversorgung. Hospizeinrichtungen und Palliativstationen seien ausgelastet. Aus dem Landessozialministerium und in Vertretung von Minister Dr. Heiner Garg kam Dörte Christen-Koska nach Lübeck, stellvertretende Leiterin der Abteilung Pflegeversicherung, Wohnpflegerecht und Pflegeinfrastruktur. Veranstaltungen wie die Lübecker Palliativwoche seien notwendig, um die Bevölkerung mitzunehmen bei der Beschäftigung mit Schwerstbedürftigkeit und Tod, so Christen-Koska. In Schleswig-Holstein gebe es zwar mittlerweile eine „brauchbare Versorgungsstruktur“, doch sei es weiterhin wichtig, Geld dafür in die Hand zu nehmen, weil Menschen in dieser Lebenssituation „unsere ganze Aufmerksamkeit brauchen“.

Die Themen Sterben und Trauer gehörten in die Mitte der Gesellschaft, bestätigte auch Thomas Schell. Der Geschäftsführer des Palliativnetzes unterzeichnete im Audienzsaal die „Charta zur Betreuung schwerstkranker und sterbender Menschen in Deutschland“ und bat um Unterstützung für die von Fachkräften und Organisationen entwickelten Handlungsempfehlungen. Wer ebenfalls die fünf Leitsätze unterzeichnen möchte, kann das Formular unter www.charta-zur-betreuung-sterbender.de herunterladen.

Für den 2. Benefizlauf Palliativversorgung zugunsten des Vereins Horizonte am Sonnabend, 14. Oktober, 10 bis 14 Uhr im Stadion Buniamshof, werden noch Unterstützer und Teilnehmer gesucht. „Es darf auch gegangen werden“, betont Claudia Sütfeld vom Palliativnetz. Laufzettel sind erhältlich unter www.travebogen.de.

Am gleichen Tag findet um 16 Uhr in St. Marien ein Gottesdienst zum Welthospiztag mit Pastorin Annegret Wegner-Braun und Pastor Frank Gottschalk statt – von und für ehren- und hauptamtliche Mitarbeitende der Hospiz- und Palliativarbeit sowie für alle, die sich angesprochen fühlen. Die Schlussveranstaltung „Singen für das Leben“ findet am Sonntag, 22. Oktober, 19 Uhr, im Kolosseum statt.

Weitere Infos und Veranstaltungen unter www.travebogen.de

 mat

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