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Lübeck Parkhaus Wehdehof: Aufzug muss weg
Lokales Lübeck Parkhaus Wehdehof: Aufzug muss weg
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14:47 28.09.2018
Das Parkhaus Wehdehof ist Thema in der Bürgerschaft: Es ist drei Meter zu hoch gebaut worden. Quelle: Olaf Malzahn
Innenstadt

 Das Parkhaus Wehdehof muss schrumpfen. Dabei geht es um drei Meter. Sie ragen über das Parkhaus hinaus. „Sie fügen sich ganz klar nicht in die Umgebung ein“, erklärt Bausenatorin Joanna Hagen (parteilos) in der Bürgerschaft. Dabei handelt es sich um Aufzug, Treppenaufgang und Dach-Aufbau. Die Stadt hat das Parkhaus im Sommer vermessen und festgestellt, „dass es erheblich höher gebaut wurde als genehmigt“, so Hagen. Das sei dem Investor mitgeteilt worden. Bis Ende November könne er dazu etwas sagen.

Parkhaus könnte vor Gericht enden

„Der nächste Schritt ist eine Rückbau-Verfügung“, sagt Hagen. Heißt übersetzt: Der Investor muss alles abreißen, was zu hoch errichtet wurde. Dagegen kann er Widerspruch bei der Stadt einlegen. Wenn er dort keinen Erfolg hat, kann er vor Gericht ziehen. Dann müssen Richter klären, ob der Investor einen Teil des Gebäudes abreißen muss oder nicht. Sie müssen entscheiden, ob das verhältnismäßig ist oder nicht, heißt das im Fachjargon.

Schön zu sehen: Der Treppenaufgang ragt über das Parkhaus Wehdehof hinaus. Das Foto stammt vom November 2017, als das Parkhaus eröffnet wurde. Quelle: Felix König

Parkplätze waren bereits markiert

Blick zurück in den November 2017: Das Parkhaus Wehdehof ist ohne Genehmigung höher gebaut worden und hat illegale Dach-Stellplätze. Das hatte die Stadt schon damals vermutet. Der Investor indes hatte es bestritten. Aber Aufzug und Treppenaufgang ragen über das Dach hinaus, auf dem Dach waren bereits Stellflächen markiert. Für jeden augenfällig waren acht Parkdecks gebaut worden – statt sieben. Die Stadt hat daraufhin das Parken auf dem Dach untersagt. Daran hält sich der Investor. Allerdings: Nach Angaben der Stadt muss der Investor immer noch 162 Stellplätze im Innenhof errichten und 19 Bäume pflanzen. Das sei vertraglich vereinbart. Passiert es nicht, muss der Investor Strafe zahlen.

Josephine von Zastrow

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