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Lübeck Personalmangel: Postbank geschlossen
Lokales Lübeck Personalmangel: Postbank geschlossen
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21:24 05.10.2017
Die Postbank-Filiale in der Ziegelstraße wurde gestern Nachmittag geschlossen, nur Terminkunden kamen rein. Quelle: Foto: Roessler

Der Grund für die ganze Misere: Personalmangel. Erst Anfang 2016 hatte das Unternehmen 600 Vollzeitstellen gestrichen. „Leider war und ist die personelle Situation in unseren Filialen in Stockelsdorf und in der Lübecker Ziegelstraße aufgrund von Personalausfällen sehr angespannt“, sagt Unternehmenssprecher Ralf Palm auf LN- Anfrage. Die Krankmeldungen seien kurzfristig aufgetreten, so dass das Unternehmen sie nicht habe auffangen können. Normalerweise geschehe dies laut Palm durch Springer oder den Einsatz von Kollegen aus anderen Filialen.

Den Kunden nützt das nichts. Sie stehen vor verschlossenen Türen. So am Mittwoch der vorigen Woche. Betroffen ist nicht nur das Finanzcenter, sondern auch der Brief- und Paketservice, der dort mit bedient wird. Eine Besserung ist nicht in Sicht: „Es ist nötig, die Filiale in Stockelsdorf für den Rest dieser Woche und auch in der nächsten Woche zu schließen. Die Filiale in der Lübecker Ziegelstraße hatte letzte Woche Mittwoch geschlossen.“ Betroffen war außerdem der gestrige Nachmittag. Ein Schild informiert die Kunden über die Schließung. Hinzu kommt die Filiale in der Schwartauer Landstraße 2. Sie war am Mittwochnachmittag und ist „voraussichtlich am Sonnabendvormittag geschlossen“, so Ralf Palm.

Die Probleme bei der Postbank sind nicht neu. Schon 2016 hatte es Schließungen gegeben. Damals mussten bundesweit 50 von insgesamt 1000 Filialen zeitweise geschlossen werden. „Die Post hat einen Großteil der Filialen an den Postbankfilialbetrieb abgegeben“, erklärt Frank Schischefsky, Sprecher der Gewerkschaft Verdi im Landesbezirk Nord. „Man könnte der Post nahezu Lustlosigkeit unterstellen. Dass die Postbank zu wenig Personal hat, ist außerdem ein bekanntes Problem“, so Schischefsky. Neben den Schließungen wegen Personalmangels könnte auf die Kunden bald auch ein Streik der Mitarbeiter zukommen. Verdi hat in Mecklenburg-Vorpommern bereits dazu aufgerufen, weil die Tarifverhandlungen zuvor erfolglos abgebrochen wurden. „Auch auf Schleswig-Holstein könnten in den nächsten Wochen Streiks zukommen“, so Verdi-Sprecher Schischefsky.

Von Maike Wegner

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