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Lübeck Pfadfinder der Sprache
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20:34 10.10.2016
Die Schülerpaten mit Albrecht Dudy (hinten l.), Karl-Wolfgang Eschenburg (hinten r.) und Lehrerin Nicole Thies (unten r.). Quelle: Majka Gerke

Spielerisch Flüchtlingskindern bei der Integration helfen – das ist der Ansatzpunkt des Projekts „Sprache verbindet“. Das ist jetzt an der Trave-Grund- und Gemeinschaftsschule (TGGS) in die zweite Runde gegangen. Initiiert wurde das Projekt, das es nur im Stadtteil Kücknitz gibt, vom Rotary Club Lübeck.

Elf Schülerinnen aus dem zehnten Jahrgang der TGGS und zwei Abiturientinnen des Trave Gymnasiums trafen sich jetzt in einem Klassenraum der TGGS und informierten sich bei Rotary-Mitglied Karl-Wolfgang Eschenburg über „Sprache verbindet“. Scouts werden die jungen Helfer genannt, die sich als Vorlesepaten jeweils einmal die Woche mit einem Flüchtlingskind zwischen vier und zehn Jahren treffen. „Ihr seid quasi Pfadfinder und müsst Wege finden, den Kindern den Einstieg in die Sprache zu erleichtern“, sagt Eschenburg. Dabei sollen die jungen Deutschen keine Lehrer sein. „Ihr sollt mit den Kindern spielen“, sagt Eschenburg.

Natasha Jara-Daude gehört zu den alten Hasen. Die Abiturientin ist eine von 15 Schülern, die bereits seit dem Frühjahr Scouts sind. Acht Euro bekommt Natasha dafür pro Stunde vom Rotary Club Lübeck, 50 Cent davon bezahlen die Familien. Sie betreut eine Zehnjährige, die mit ihrer Familie in Kücknitz lebt. „Am Anfang war es schwierig, weil sie fast kein Deutsch konnte“, erzählt Natasha ihren Mitschülern. Doch das hat sich mittlerweile geändert.    

Einmal die Woche besucht Natasha ihren Schützling zuhause. Dann basteln und malen sie gemeinsam oder lesen Bücher. Das funktioniert reibungslos. Gibt es doch einmal Probleme, bekommt Natasha kompetente Hilfe. Denn jedem Scout steht ein Pate zur Seite. „Die meisten der Paten kommen aus den Reihen der Rotary-Club-Mitglieder“, erklärt Eschenburg.

Der Pate nimmt gemeinsam mit dem Scout den ersten Kontakt zu den Familien auf. „Es ist wichtig, dass die Schüler jemanden an der Hand haben, der ihnen hilft“, sagt auch Karin Gramer. Die ehemalige Schulleiterin der TGGS hilft bei der Ausbildung der Scouts. Auch ihr Nachfolger Albrecht Dudy ist ein großer Fan des Projekts. „Es ist fantastisch, dass das hier stattfindet“, sagt Dudy. „Ich bin froh, dass so viele Schüler motiviert sind zu helfen.“

mg

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