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Lübeck Plötzlich dicht: Friedenstraße wird zur Sackgasse
Lokales Lübeck Plötzlich dicht: Friedenstraße wird zur Sackgasse
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00:00 20.10.2012
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Lübeck

Eine verstopfte Kreuzung, hupende Autos, riskante Wendemanöver, viele irritierte Blicke und in der Mitte ein leicht überfordert wirkender Polizist. Was sich gestern früh auf der Friedenstraße zwischen Brolingplatz und Schwartauer Allee abspielte, glich einem waschechten Verkehrschaos.

Der Grund: Seit Donnerstagabend wird in dem Wohngebiet an der Friedenstraße die Verkehrsführung geändert. Autofahrer können ab sofort nicht mehr von der Friedenstraße aus in die Schwartauer Allee abbiegen. Auch die Verkehrsführung in der Geverdesstraße wurde geändert, so dass von dort ebenfalls keine direkte Durchfahrt mehr zur Schwartauer Allee möglich ist. „Ziel ist es, die viel befahrenen Straßen in dem Wohngebiet endgültig zu beruhigen“, sagt Andreas Krause von der Verkehrsplanung der Hansestadt.

Gestern wurden die Umbauarbeiten abgeschlossen – und das sorgte für reichlich Verwirrung bei den Betroffenen. „Ich fahre hier seit vielen Jahren jeden Morgen durch“, sagt zum Beispiel Artur Belli, Anwohner der Friedenstraße. „Ich habe nicht schlecht geguckt, als die Straße jetzt auf einmal vorne dicht war“, sagt er und wendet gezwungenermaßen seinen Wagen. Und so wie ihm, geht es vielen.

Zur Hauptverkehrszeit gestern Vormittag irrten zahlreiche verwunderte Autofahrer durch das Wohngebiet auf der Suche nach einem Weg hinaus. So mancher übersah oder ignorierte dabei auch das Durchfahrt-Verboten-Schild am Ende der Friedenstraße und bog ohne Rücksicht auf den Gegenverkehr in die Schwartauer Allee ein. Viele der Autofahrer ärgerten sich darüber, dass die neue Verkehrsführung nicht rechtzeitig und vernünftig ausgeschildert ist. Zwar steht bereits bei der Einfahrt in die Friedenstraße am Lohmühlenteller ein Hinweisschild, dieses sei jedoch kaum oder zu spät zu erkennen, lauteten einige Kommentare. Krause weiß bereits von dieser Problematik. „Wir werden versuchen – so schnell es geht –, dort ein größeres und besser zu erkennendes Schild zu montieren“, sagt der Verkehrsexperte.

Für Polizist Rolf Brauer bedeutete das gestern erst einmal viel Arbeit. Der Beamte war seit den frühen Morgenstunden zwischen Warendorpstraße und Schwartauer Allee unterwegs, um den Verkehr zu regeln und die ahnungslosen Autofahrer auf die neuen Gegebenheiten hinzuweisen. „Verständnis ist bei den meisten leider nicht oder nur bedingt vorhanden“, sagt der Polizist. Aber wenn sich die Änderungen erst einmal herumgesprochen hätten, werde es sicher besser, hofft er. Am Montag, dem ersten Tag nach den Herbstferien, rechnet die Polizei noch einmal mit verstärkten Problemen und will die Zahl der Kontrollen daher erhöhen.

Für die Anwohner geht mit der Maßnahme nun die Hoffnung einher, endlich Ruhe in ihrem vielbefahrenem Viertel zu bekommen. Denn nachdem die Schwelle in der Mitte der Schwartauer Allee, die die Überfahrt von der Friedenstraße zur Marienstraße verhindern sollte, wieder abgebaut wurde, habe die Zahl der Autos und der Lärm wieder immens zugenommen. „Ich wohne hier seit über 30 Jahren“, sagt Anneliese Dulz. „So gut und ruhig wie die letzte Nacht habe ich noch nie geschlafen.“ Auch Bewohner Heinz Krüger ist erfreut: „Es ist schön, dass wir Ruhe haben.“

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