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Lübeck Pöbeln und schubsen
Lokales Lübeck Pöbeln und schubsen
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21:12 17.01.2017

Weil er eine türkischstämmige Frau beleidigt, mit Schottersteinen beworfen und kurze Zeit später die Parole „Heil Hitler“ gerufen haben soll, steht ein 35-jähriger Lübecker seit gestern vor Gericht. Obwohl zuerst nur ein Verhandlungstag anberaumt war, wird der Prozess fortgesetzt. Die Steuerungsfähigkeit des Angeklagten wird angezweifelt.

Da der 35-jährige Thorsten H. (Name geändert) zu einer vorher angesetzten Verhandlung nicht erschien, wird er gestern von zwei Polizeibeamten abgeholt und zu Gericht gebracht. Während die Anklageschrift verlesen wird, unterbricht der Angeklagte mehrfach die Staatsanwaltschaft. „Alles Lügen, wer hat sich denn das ausgedacht“, kommentiert der Angeklagte die ihm vorgeworfenen Punkte. Die Anklage umfasst mehrere Tage, an denen der 35-Jährige unter anderem Menschen als „Hurenschlampe“ und „Negerkind“ betitelt haben soll, eine Zeugin geschubst und auf der Mengwache gepöbelt haben soll.

Während der Verhandlung spricht der Angeklagte mehrfach von „ferngesteuerten Menschen mit Handys“. Auch die Frau vor seinem Fenster habe er geschubst, weil sie ihn beobachtet hätte. „Hier in Lübeck spielt doch einer mit mir“, habe der Angeklagte gedacht. Vor Prozessbeginn hatte H. nicht mit dem Sachverständigen Dirk Reichel sprechen wollen. Gestern unterbricht Richterin Jansen die Verhandlung, als der 35-Jährige sich doch zu einem Gespräch bereit erklärt.

Tatsächlich kommt Reichel vorläufig zu der Einschätzung, dass die Steuerungsfähigkeit des Angeklagten bei einem Vorfall eingeschränkt gewesen sein könnte. Während der anderen Vorfälle könne es zumindest nicht ausgeschlossen werden. Die Verhandlung wird deshalb am 31. Januar um 13.15 Uhr fortgesetzt. top

LN

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