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Lübeck Polizei warnt nach Einbruch in Apotheke
Lokales Lübeck Polizei warnt nach Einbruch in Apotheke
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22:22 28.10.2013

Bei einem Einbruch in die Apotheke am Heiligen-Geist-Kamp sind am vergangenen Wochenende giftige Präparate gestohlen worden. Die Polizei warnt davor, die „betäubungsmittelfähigen Substanzen“ zu konsumieren, da bereits eine leichte Überdosis schwerste bleibende Gesundheitsschäden verursachen könne. Die Tatverdächtigen werden zudem eindringlich gebeten, die Mittel nicht an andere Personen weiterzugeben.

„Falls es bereits zum Erlangen der toxischen Substanzen gekommen ist, können sie in einer Apotheke abgegeben werden“, sagt Anett Dittmer, Sprecherin der Polizeidirektion Lübeck. Die Täter sind in der Zeit zwischen Sonnabend, 13 Uhr, und gestern, 7.30 Uhr, in die Apotheke eingebrochen.

Frank Jaschkowski, Geschäftsführer der Apothekerkammer Schleswig- Holstein, spricht von einer hohen Beschaffungskriminalität auf dem Gebiet der Betäubungsmittel (BtM). „Starke Schmerz- und Beruhigungsmittel sowie Suchtersatzstoffe — wie Methadon oder Rohypnol — sind unter das Betäubungsmittelgesetz gestellt und können nicht mehr ohne Weiteres von Ärzten verschrieben werden.“

Rohypnol ist ein starkes Schlafmittel. Wie andere flunitrazepamhaltige Arzneimittel ist es seit 2011 nur noch mit einem BtM-Rezept erhältlich. Stark verbreitet ist das Mittel insbesondere in Junkie-Szenen, in denen der Wirkstoff, alternativ oder ergänzend zu Opiaten, meist in die Vene injiziert wird. Aber auch als Partydroge ist das Mittel zum Teil geläufig, etwa zum „Runterkommen“ nach dem Konsumieren halluzinogener Drogen. Die Präparate würden für den Eigenkonsum oder für den Verkauf auf dem Schwarzmarkt gestohlen, so Jaschkowski. In Schleswig-Holstein werde etwa einmal pro Monat in einer Apotheke eingebrochen.

Und ein weiteres Problem hat nach Ansicht des Experten zugenommen: „Es wird häufig auch versucht, über Rezeptfälschung an Betäubungsmittel zu gelangen — solche Fälle haben wir täglich.“

Hinweise zum Einbruch oder zur Beute nimmt jede Polizeidienststelle entgegen. Zeugen können sich auch

unter der Telefonnummer 04 51/13 10 melden.

meu

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