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Lübeck Premiere von "Mängelexemplar" im Lübecker Cinestar
Lokales Lübeck Premiere von "Mängelexemplar" im Lübecker Cinestar
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20:58 09.05.2016
Auf großer Premierentour: Regisseurin Laura Lackmann (36, l.) und Schauspielerin Claudia Eisinger (31) waren bereits in Hannover und Hamburg zur Einweihung ihres Films. Morgen wird die Komödie erstmals in Berlin ausgestrahlt. Quelle: Christoph Brandt
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 Das Wesen der jungen, stets emotionalen Berlinerin Karo habe sie von Anfang an gemocht. Schon ein Jahr vor Beginn der Dreharbeiten des Films „Mängelexemplar“ konnte sich Hauptdarstellerin Claudia Eisinger (31) mit ihrer Rolle beschäftigen. „Ich konnte mit Karo schwanger gehen und die Rolle in mir wachsen lassen.“ Am Sonntagabend ist Eisinger mit der Premierentour der Komödie zu Gast im Cinestar gewesen. Die Lübecker konnten den Film sehen und mit den Machern sprechen.

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Zur Vorpremiere von „Mängelexemplar“ sind Schauspielerin Claudia Eisinger und Regisseurin Laura Lackmann im Cinestar zu Gast.

Alles dreht sich im Film um Karo. Und das kann man bei ihrer chaotisch wie niederschmetternden Lebenssituation sogar wörtlich nehmen. Die Berlinerin verliert ihren Job bei einer Eventagentur, wird von ihrem Freund Philipp verlassen, ist nervlich am Ende. Ganz nah dran an dem von Depressionen und Panikattacken geprägten Gefühlsleben begleitet der Film die junge Frau bei ihrem Versuch, ihr Leben in den Griff zu bekommen.

„Mängelexemplar“ basiert auf dem gleichnamigen Roman von Sarah Kuttner, der nach der Veröffentlichung 2009 mit über 600000 verkauften Exemplaren zum Bestseller aufstieg. Über sechs Wochen und mehrere Jahreszeiten hinweg arbeitete Regisseurin und Drehbuchautorin Laura Lackmann (36) mit einem rund 70-köpfigen Team an dem Film. „Wir haben versucht, das Lustige an dem schweren Thema aus dem Buch zu transportieren“, sagt Lackmann in Lübeck. Entstanden sei ein Werk, in dem es Momente gebe, bei denen der Zuschauer schlucken müsse, aber auch viel lachen könne. „Das Lustige entsteht dabei durch die Abstrusität der jeweiligen Situation“, sagt Lackmann.

Die Lübecker zeigen sich von der Mischung an Emotionen angetan. „Die Gefühle der unter Depressionen leidenden Karo kommen toll zum Ausdruck“, sagt Irina Hamann (27). In einem Publikumsgespräch nach dem Film kennen die Fragen der Besucher an Lackmann und Eisinger zunächst kein Ende: Wie liefen die Recherchen für den Film ab? Wer entschied über die Besetzung? Wie gelang die Umsetzung von Buch auf Film? „Es ist schön, ein Feedback direkt vom Publikum zu bekommen“, sagt Lackmann. „Wir haben das Gefühl, dass der Film bei allen sehr gut ankommt.“

Eine Frage an Claudia Eisinger ließ das Publikum in der Stadthalle nicht mehr los: Gelingt es, Karos Charakterzüge abseits des Sets gänzlich abzulegen? Die Schauspielerin antwortet ganz in der ungefilterten Art der „Mängelexemplar“-Protagonistin: „Zwischen den Hauptdrehtagen habe ich gar nicht erst versucht, aus der Rolle zu schlüpfen.“ Das sei viel zu anstrengend gewesen.

„Mängelexemplar“ läuft deutschlandweit an. In der Stadthalle wird er ab Donnerstag täglich um 17.30, um 20.10 Uhr sowie sonntags und montags zusätzlich um 12.15 Uhr ausgestrahlt.

Von Christoph Brandt

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