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Lübeck Priwallfähre: Stadtverkehr beseitigt alte Ungerechtigkeit
Lokales Lübeck Priwallfähre: Stadtverkehr beseitigt alte Ungerechtigkeit
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22:15 04.11.2013
10 000 Euro weniger Einnahmen aus Fahrgeld für die Priwallfähren: Schüler mit Monatskarten dürfen kostenlos pendeln. Quelle: Cosima Künzel
Travemünde

Schüler und Auszubildende, die mit Monatskarten für die Region Lübeck (Preisstufe 3) unterwegs sind, dürfen ab sofort kostenlos die Priwallfähren benutzen — als Fußgänger. Der Aufsichtsrat des Stadtverkehrs hat das nach seiner jüngsten Sitzung verfügt. Die offizielle Änderung der Tarifbestimmungen tritt erst zum 1. April 2014 in Kraft. Inoffiziell gilt die Neuregelung aber sofort, bestätigt Unternehmenssprecherin Gerlinde Zielke. Schüler und Azubis mit Monatskarten müssen jetzt keine Zusatzkarten für die Fähre mehr lösen.

„Es war uns ein großes Anliegen, eine bestehende Ungerechtigkeit zu beseitigen“, sagt der Aufsichtsratsvorsitzende Ulrich Pluschkell (SPD). Bislang durften nämlich nur Erwachsene mit Monatskarte die Fähren kostenlos nutzen. Keiner weiß genau, woher diese unterschiedliche Regelung stammt. Der Stadtverkehr mutmaßt, dass die Ungleichbehandlung aus den 90er Jahren rührt, als für Erwachsene eine Umweltkarte eingeführt wurde, die die Fähren einschloss. Außerdem waren Schülerfahrkarten in der Vergangenheit bereits deutlich höher subventioniert als die Tickets für Erwachsene.

Ein Mitglied des Jugendhilfeausschusses stolperte über die Ungleichbehandlung. Der Ausschuss wandte sich an den Aufsichtsrat, und der reagierte prompt. „Wir freuen uns, dass der Stadtverkehr so schnell und unbürokratisch entschieden hat und alle Kinder und Jugendlichen nun profitieren können“, erklärt Ausschussvorsitzender Tim Klüssendorf (SPD). Nach Angaben des Stadtverkehrs profitieren wenige hundert Fahrgäste davon. Der Verlust von Fahrgeldeinnahmen hält sich nach Angaben des Unternehmens mit rund 10 000 Euro im Jahr in Grenzen. Geschäftsführer Willi Nibbe: „Gleichzeitig wird die Schülermonatskarte noch ein Stück attraktiver.“

dor

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