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Lübeck Nur 44 Geflüchtete kommen pro Monat
Lokales Lübeck Nur 44 Geflüchtete kommen pro Monat
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18:05 07.11.2018
716 Geflüchtete leben seit mehr als zwölf Monaten in Gemeinschaftsunterkünften wie der Ostseestraße. Quelle: Lutz Roessler
Lübeck

In diesem Jahr kamen bis Ende September 390 Geflüchtete in die Hansestadt. Das sind 44 Menschen pro Monat, die in Gemeinschaftsunterkünften untergebracht werden müssen. Aktuelle Zahlen lieferte der Bereich Soziale Sicherheit jetzt im Sozialausschuss der Bürgerschaft.

Von den Zahlen aus der Hochphase der Zuwanderung 2015 und 2016 ist Lübeck weit entfernt. Damals kamen bis zu 500 Geflüchtete in einem Monat. Die Stadt hat seit 2017 insgesamt elf Gemeinschaftsunterkünfte mit 330 Plätzen geschlossen. „Zum Teil sind Mietverträge ausgelaufen und wurden von Vermietern nicht verlängert“, erklärte Ulrich Kewitz vom Bereich Soziale Sicherung. Die auch politisch äußerst umstrittenen Unterbringungen in Ferienwohnungen und Hotels seien 2017 eingestellt worden. Unterkünfte wie die Schulpavillons in der August-Bebel-Straße in Moisling wurden geschlossen, weil die sanitären Anlagen unzumutbar gewesen seien, sagte Kewitz.

40 finden pro Monat eine Wohnung

In diesem Jahr seien vier Gemeinschaftsunterkünfte beispielsweise im Schneewittchenweg und in der Ratzeburger Allee geschlossen worden. Dort hatten Wohnungsbaugesellschaften Altbauten zur Verfügung gestellt, die wegen Neubaus der Blöcke inzwischen abgerissen sind. Auch die Laufzeiten der Unterkünfte im Polarisweg und in der Fabrikstraße seien zeitlich begrenzt, berichtete Kewitz.

40 Geflüchtete verlassen pro Monat die Heime und ziehen in Wohnungen um. Weil der Wohnungsmarkt in Lübeck so angespannt ist, finden viele Geflüchtete keine neue Bleibe. 716 der aktuell 1566 in den 36 Gemeinschaftsunterkünften untergebrachten Menschen sind seit mehr als zwölf Monaten in den Heimen. Die Bürgerschaft hat Ende vergangenen Jahres beschlossen, dass die Flüchtlinge mehr Platz pro Person brauchen, wenn sie schon länger als nötig in den Heimen bleiben müssten. Dieser „Entzerrungsbeschluss“ sei für Flüchtlinge, die allein zugewandert seien, weitgehend umgesetzt, sagte Kewitz. Bei Familien sei die Umsetzung schwieriger. So würden an Familien in der Ostseestraße nebeneinanderliegende Räume vergeben. Im Schärenweg würden Familien nebeneinanderliegende Häuschen belegen.

Kai Dordowsky

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