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Lübeck Punktlandung nach 90 Jahren: Feuerwehr hat neues Haus
Lokales Lübeck Punktlandung nach 90 Jahren: Feuerwehr hat neues Haus
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20:37 02.09.2016
Ein neues Heim für die Freiwillige Feuerwehr Kücknitz: Wehrführer Dennis Suitner (l.) und Stellvertreter Christian Klink konnten gestern mit den ehrenamtlichen Mitgliedern den Sozialtrakt eröffnen. Quelle: Malzahn

Endlich ist alles so, wie es schon immer sein sollte. Gestern konnten die 54 aktiven ehrenamtlichen Retter und 18 Mitglieder der Jugendfeuerwehr ihren neuen Sozialtrakt feierlich eröffnen. Zwar durften die Ehrenamtler schon im März ihre gepackten Kartons in das neue Haus bringen, die letzten Handgriffe brauchten allerdings noch ein bisschen Zeit. „Nach über 90 Jahren der Überbrückung und der Zeit von Behelfsunterkünften hat die Freiwillige Feuerwehr Kücknitz nunmehr ihren Neubau“, sagt Wehrführer Dennis Suitner.

„Lübeck darf die Wehren nicht schrumpfen lassen.“Innensenator Ludger Hinsen (CDU)

Weiß und rot leuchtet der Bau an der Solmitzstraße im Lübecker Stadtteil Kücknitz und ist schon von Weitem zu erkennen. Neben dem Eingang hängt ein kleiner, dafür aber feuerroter Briefkasten der Freiwilligen Wehr. Und als architektonische Besonderheit stützt nicht eine einfache Säule das Vordach zum Neubau, sondern eine schmale Feuerleiter. „Zum ersten Mal in unseren 90 Jahren Bestehen haben wir ein Gebäude, das kein Schuppen ist“, so Wehrführer Suitner.

Die Ehrenamtler sind stolz auf ihr neues Heim. Und dankbar: „Ohne die Possehl-Stiftung und die Federführung von Renate Menken hätten wir immer noch kein neues Haus“, erklärt Suitner. Auf Nachdruck von Menken, der damaligen Vorsitzenden der Possehl-Stiftung, wäre ein Stein ins Rollen gekommen. Bei einem Besuch nannte sie den schimmeldurchzogenen Trakt der Feuerwehr Kücknitz ein „Rattenloch“. Die Hälfte, der 700000 Euro, die der neue Sozialtrakt kostete, steuerte die Possehl-Stiftung bei. Und die Ehrenamtler haben kräftig mit angepackt: In Eigenarbeit und auf eigene Kosten renovierten sie die Halle und brachten knapp 40 000 Euro auf.

Das alte Haus der Freiwilligen Feuerwehr ist endlich Geschichte. „Und damit die schimmeligen Wände, das verbaute Asbest und das feuchte Klima“, sagt Suitner und erntet noch einige Lacher der Kameraden, als er an die blinden Fenstern des alten Gebäudes erinnert, mit denen alles anfing. „Am Ende stellte sich heraus, dass die Fenster das Beste am ganzen Bau waren“, kann der Wehrführer jetzt mit einem Schmunzeln sagen.

Innensenator Ludger Hinsen (CDU) hat lobende Worte für die Ehrenamtler. „Lübeck ist eine Stadt, die wächst. Und eine Stadt, die wächst, darf ihre Feuerwehr nicht schrumpfen lassen“, erklärt er. Die Arbeit, die die Freiwilligen Feuerwehren und ihre Jugendwehren leisten würden, müsse unterstützt werden. „Das, was sich viele Berufswehren wünschen würden, kann ich in der Freiwilligen Feuerwehr Kücknitz sehen. Frauen, Männer, ältere Menschen und ganz junger Nachwuchs – die Hansestadt und Kücknitz können stolz auf ihre Freiwillige Feuerwehr sein. Damit schließt Hinsen sich seinem Vorgänger Bernd Möller (Grüne) an, der bereits das Richtfest und die Grundsteinlegung begleitet hatte.

Viel schneller als erwartet entstand der neue Sozialtrakt der Kücknitzer Ehrenamtler letztendlich. Der Abriss des maroden Vorgängers dauerte nur sechs Wochen, der Rohbau stand schon nach zwei Monaten. „Es war eine tolle Punktlandung“, erklärt der stellvertretende Stadtbrandmeister Walter Gaul. Endlich hätte die Freiwillige Feuerwehr ein modernes Gebäude, das die Arbeit erleichtere und die Ehrenamtler noch weiter motiviere.

 Tomma Petersen

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