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Lübeck Reecker Brücke: Bürger dürfen Farbe aussuchen
Lokales Lübeck Reecker Brücke: Bürger dürfen Farbe aussuchen
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22:30 21.10.2013
Marode Brücke: Die Verbindung nach Hamberge im Kreis Stormarn ist seit Anfang des Jahres gekappt. Der Neubau soll 2014 starten. Quelle: Roeßler

Wie wird sie denn nun aussehen, die neue Reecker Brücke? Das sollen die Bürger zum Teil selbst bestimmen: Sie dürfen die Farbe auswählen. „Es gab den Wunsch der Reecker, mitzuwirken“, sagt Stefan Klotz, Bereichsleiter Verkehr, im Bauausschuss. Mit dabei hat er eine Farbpalette — von Grau über Grün bis hin zu Blau und Rot. Das sind sogenannte Eisenglimmerfarben, mit denen die Stahlkonstruktion der Brücke gestrichen werden kann. Das Design der neuen Querung können die Reecker allerdings nicht bestimmen. „Sie wird ganz schlicht gehalten“, so Klotz.

Der Bau soll im Frühsommer 2014 starten, fertig könnte der Bau Ende 2014 oder 2015 sein. Es wird eine einspurige Straßenbrücke errichtet mit einer Breite von vier Metern. Damit auch moderne Mähdrescher die Trave an dieser Stelle queren können. Außerdem soll es auf einer Seite einen Gehweg geben, damit die Schulkinder sicher über die Querung gelangen. Die alten Brückenpfeiler können allerdings nicht verwendet werden, weil sie sich bereits verformt haben. Die neuen Pfeiler werden so gebaut, dass sie enger beieinander stehen — dadurch wollen die Ingenieure die Statik des Bauwerks verbessern.

Die Vorplanungen hat die Stadt mittlerweile abgeschlossen — und die Trasse für eine Behelfsbrücke steht ebenfalls fest. Sie war lange diskutiert worden und soll jetzt für Fußgänger errichtet werden.

Denn die Stadt will den Schulweg der Kinder sichern. Dieses Bauwerk ist ebenfalls förderfähig. Wie teuer die Reecker Brücke insgesamt wird, steht allerdings noch nicht fest. Derzeit geht die Stadt von 1,3 Millionen Euro aus. Lübeck hat einen Förderantrag beim Land eingereicht und hofft auf 300 000 Euro. 132 000 Euro gibt der Kreis Stormarn, die Gemeinde Hamberge will sich mit 60 000 Euro und die Gemeinde Klein Wesenberg mit 25 000 Euro beteiligen. Die fehlenden knapp 800 000 Euro muss die Hansestadt selbst aufbringen.

Seit Ende Januar ist die Reecker Brücke gesperrt. Die Stadt wollte sie abreißen — ohne Ersatz. Doch die Reecker protestierten vehement dagegen, gründeten eine Bürgerinitiative und machten politisch Druck — mit Erfolg. Sie fürchteten, ohne Brücke abgehängt zu werden und in der Sackgasse zu sitzen. jvz

LN

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