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Lübeck Rekord-Bilanz für Genossenschaft Vorstand des Lübecker Bauvereins feiert zum Jubiläum besten Jahresabschluss
Lokales Lübeck Rekord-Bilanz für Genossenschaft Vorstand des Lübecker Bauvereins feiert zum Jubiläum besten Jahresabschluss
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18:18 14.06.2017
Detlef Aue (l.) und Stefan Probst in der neuen Anlage Luisenstraße, wo das Projekt „Nachbarschaft plus“ angesiedelt ist. Quelle: Foto: Sabine Risch

„Es ist der beste Jahresabschluss, den wir je hatten“, sagt Vorstand Detlef Aue, und Vorstandskollege Stefan Probst stimmt zu. 320,4 Millionen Euro beträgt die Bilanzsumme für das Geschäftsjahr 2016. Im Jahr zuvor waren es noch 316,1 Millionen Euro, 2014 kam die inzwischen 125 Jahre alte Genossenschaft auf eine Bilanzsumme von 280,3 Millionen. Der Jahresüberschuss 2016 beträgt 2,9 Millionen Euro (Vorjahr 2,3 Millionen Euro). Woran das liegt? „Ein Grund ist natürlich das niedrige Zinsniveau am Kreditmarkt“, erklärt Stefan Probst, „außerdem haben wir gut gewirtschaftet.“ Darüber hinaus trug der Verkauf einer größeren Gewerbeeinheit auf Marli zu dem guten Ergebnis bei.

Zahlen

5535 Wohnungen hatte der Lübecker Bauverein Ende 2016, davon waren 2706 öffentlich gefördert.

9345 Mitglieder (Mieter) waren es im selben Zeitraum. Im Vorjahr waren es 9037, im Jahr 2014 noch 8519.

5,6 Millionen Euro investierte der Bauverein voriges Jahr in die Instandhaltung, 13,7 Millionen gingen in den Neubau.

Neben Investitionen in den Werterhalt des Wohnungsbestandes hat vor allem eine intensive Neubautätigkeit das Geschäftsjahr 2016 geprägt. Die Wohnungen in der Luisenstraße, das Wohnquartier für „Jung und Alt“ in der Ratzeburger Allee, 75 Wohnungen in der Schützenstraße und der Falkendamm – „in den nächsten vier bis fünf Jahren werden wir rund 400 neue Wohnungen geschaffen haben“, sagt Aue. „Wir sind für die gesamte Bevölkerung da“, versichert Stefan Probst. Aktuell ist der Lübecker Bauverein in der Hansestadt der größte Anbieter von öffentlich geförderten Wohnungen: Der Anteil am Gesamtbestand beträgt 49 Prozent. „Es steht uns aber auch gut zu Gesicht, etwas für höhere Einkommen zu machen.“ Wie die 68 Eigentumswohnungen am Falkendamm. 38 der Wohnungen seien bereits verkauft.

Es gehört zum Genossenschaftswesen, dass Nachbarn miteinander kommunizieren. Deshalb fördert der Bauverein nicht nur die soziale Durchmischung von Wohnquartieren, sondern auch die Gemeinschaft unter den Bewohnern. Seit etlichen Jahren gibt es einen Nachbarschaftstreff in der Billrothstraße in St. Jürgen, in dem Anwohner diverse Aktivitäten anbieten. Auch in der Silberstraße in Kücknitz ist ein solcher Treff angesiedelt. Und jetzt gibt es auch das „Café Luisen“ im Neubau in der Luisenstraße. Besonders daran: „Unsere Mitarbeiter hatten die Idee, die Nachbarn schon während der Bauphase miteinander bekannt zu machen“, sagt Detlef Aue. Was prima geklappt habe.

Kleiner Blick in die Zukunft: In den Bauabschnitten vier bis sechs in der Ratzeburger Allee möchte der Lübecker Bauverein möglichst unbeschwertes Wohnen im Alter realisieren. „Wir planen mit einem Pflegedienstpartner, der täglich vor Ort ist“, sagt Stefan Probst. Momentan laufe die Ausschreibung, der Vorstand möchte zunächst die Konzepte sehen, die die potenziellen Partner vorlegen. Losgehen könne es eventuell 2019.

Viele Pläne also, die auf einer soliden finanziellen Grundlage basieren. Auch die Mitglieder profitieren von dem herausragenden Geschäftsabschluss: Sie erhalten eine vierprozentige Dividende – wie stets in den vergangenen 30 Jahren. „Das ist für uns ganz einfach Mitgliederförderung“, sagt Probst. Die vor sechs Jahren gegründete Spareinrichtung des Lübecker Bauvereins wächst ebenfalls: Sie ist von 50 Millionen Euro im Jahr 2015 auf 53,8 Millionen Euro im Geschäftsjahr 2016 gestiegen. „Es ist schon angenehm, wenn man keine Bank fragen muss“, sagt Detlef Aue. Stefan Probst ergänzt allerdings: „Wir wollen immer nur soviel Geld einnehmen, wie wir für die Finanzierung unserer Vorhaben brauchen.“

Nach einer großen Feier im März wirkt sich das 125-jährige Jubiläum der Genossenschaft das ganze Jahr über durch viele kleine Aktionen auch für die Mitglieder aus. In der Geschäftsstelle, Otto-Passarge-Straße 2, gibt es noch viele Halbjahreskarten für die Lübecker Museen (Ausnahme: Hansemuseum) und Bonuskarten für die Lübecker Schwimmbäder.

Sabine Risch

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