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Lübeck Rekordbesuch bei Nacht der Labore
Lokales Lübeck Rekordbesuch bei Nacht der Labore
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20:41 20.06.2016
Faszinierendes in der Anatomie: Die Medizinische Präparatorin Jana Maynicke (l.) lässt Besucher Andre Meyer eine menschliche Lunge in den Händen halten. Quelle: Fotos: Olaf Malzahn (2), Elisabeth Riedel

Über 30 Veranstaltungsorte mit mehr als 40 Stationen und 43 unterschiedlichen Aktionen – die dritte Nacht der Labore lockte am Wochenende mit ihrem breiten Angebot so viele Besucher an wie noch nie. Ob Schlaflabor, die medizintechnischen Bereiche oder Einrichtungen der Krebsforschung: Die ganze Nacht konnten Wissbegierige auf Entdeckungsreise gehen, hinter die Kulissen schauen, jede Menge Fragen stellen und eigene Experimente machen.

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8000 Besucher tauchten bis spät in den Abend in die Welt der Wissenschaft ein.

„Einfach toll, wie begeistert

all die Besucher sind.“ Iris Klaßen

Besonders gut besucht war die Anatomie-Führung: „Die kann doch unmöglich echt sein“, rief eine Besucherin ungläubig und blickte gebannt auf die präparierte menschliche Lunge. Dass sie so viele echte Organe hautnah zu sehen bekommen würde, hätte sie nicht erwartet. In der eineinhalbstündigen Führung erfuhren die begeisterten Besucher außerdem vieles über die Themen Körperspende oder Präparation von Organen. Nur einen Katzensprung entfernt wartete auf die Besucher schon das nächste Ereignis. Im neuen Forschungszentrum CBBM der Uni wurden Führungen und Vorträge rund um das Thema Schlaf angeboten. Auch hier gab es viel zum Ausprobieren. Im Schlaflabor erklärte Lisa Marshall vom Institut für Pharmakologie und Technologie, in welchen Phasen die Menschen schlafen und zeigte die technischen Möglichkeiten zur Messung des Schlummerns.

Und auch in der Fachhochschule gab es viel zu entdecken. In wenigen Augenblicken tauchten die Besucher hier ins Reich der Medizintechnik-Studenten ein. Mit eigenen Augen konnten sie sehen, welche Rolle die hochentwickelten Laser und Maschinen in der Medizin spielen und sogar miterleben, wie Laser oder Augen-Messgeräte funktionieren. „Das ist schon beeindruckend“, sagte Lisa Marie Spietz (21), als sie durch die Linse am OCT (Optischer Cohärenz Tomograph) blickte. Im Handumdrehen fertigte Medizintechnik-Student Remo Jahnke verschiedene Bilder ihrer Netzhaut an, während der Mediziner Hans-Jürgen Grein vom Fachbereich für Angewandte Naturwissenschaften ihr den Aufbau und die Wirkung der Netzhaut näher erläuterte.

Szenenwechsel: Abseits des Campus wurden die Labore ebenfalls geöffnet. Beliebt war das Kreativlabor in der Posener Straße. Hier wurden Technik und Kreativität verbunden. In einem Workshop konnten die Besucher mit der Airbrush-Technik Grafiken sprühen. „Diese Aktion kam richtig toll an. Es wurden fast 500 Karten besprüht“, sagte Organisatorin und Wissenschaftsmanagerin Iris Klaßen erfreut. Bis in die Nacht wurde gesprüht und getestet. Wer danach seinen Wissensdurst noch immer nicht gestillt hatte, konnte in die Innenstadt weiterziehen und die zentrale Anlaufstelle im Haus der Wissenschaft besuchen. Hier präsentierten Medizinstudenten ihre Arbeiten zum Thema Körper und Geschlecht. Für Unterhaltung sorgte dabei Dr. Mithu Sanyal. Die Kulturwissenschaftlerin und Autorin des Buches „Vulva – Die Enthüllung des unsichtbaren Geschlechts“ sprach über die Erkenntnisse aus ihrem Buch.

Weitere Forschungsorte waren das Kriminalistik-Labor der Hochschule des Bundes für öffentliche Verwaltung, die Musikhochschule sowie die beteiligten Unternehmen Euroimmun und die Laborärztliche Gemeinschaftspraxis. Die vierte Runde der alle zwei Jahre stattfindenden Veranstaltung ist für 2018 bereits in Planung.

Elisabeth Riedel

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