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Lübeck Gasflaschen explodieren bei schwerem Lkw-Unfall auf A 20 bei Lübeck
Lokales Lübeck Gasflaschen explodieren bei schwerem Lkw-Unfall auf A 20 bei Lübeck
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14:34 14.06.2018
Feuerwehrleute löschen stundenlang an der Unfallstelle. Quelle: Holger Kröger
Lübeck

Gegen 14.50 Uhr war der Sattelzug offenbar in das Baustellenfahrzeug mit den Gasflaschen gerast. Es stand, abgesichert durch einen Warn-Anhänger, am rechten Fahrbahnrand. Sofort kam es zu einer Explosion, beide Fahrzeuge brannten aus. Ebenso ein fahrerloser Pkw, der ebenfalls am Fahrbahnrand abgestellt war. Wie durch ein Wunder gab es keine Toten. Dennoch sind die Folgen katastrophal. Der Fahrer des Baustellenfahrzeugs ist schwer, der Fahrer des Sattelzuges leicht verletzt. Ein Rettungshubschrauber wurde angefordert, um die Verletzten abzutransportieren.

„Zum Unfallzeitpunkt fanden gerade Fahrbahnmarkierungsarbeiten statt“, erklärt Jürgen Pees, kommissarischer Leiter der Autobahnpolizei Bad Oldesloe. Er steht auf der gesperrten Autobahn, vor den ausgebrannten Wracks. Der Warnanhänger mit den Verkehrsschildern, die einen Unfall verhindern sollten, liegt umgestürzt unter dem Sattelzug, davor ein VW Amarok mit schwarz verkohlter Karosserie.

„Der gehört dem Straßenbaubetrieb“, sagt Pees. Es ist nun etwa 16 Uhr. Der Unfall ist eine gute Stunde her, doch die Löscharbeiten dauern immer noch an. Feuerwehrleute im Schutzanzug spritzen Löschschaum auf die verkohlten Fahrzeugüberreste.

Klicken Sie hier, um weitere Eindrücke von dem Lkw-Unfall auf der A20 zu sehen, bei dem am Dienstag mehrere Gasflaschen explodiert sind.

Löschfahrzeuge halten rechts und links der Mittelleitplanke. Hubschrauber überfliegen die Unfallstelle.

Der Stau in beide Richtungen der A 20 ist kilometerlang. Die Insassen der wartenden Autos sind ausgestiegen, unterhalten sich auf der Fahrbahn. Und bis es weitergeht, müssen sie noch ausharren und viel Geduld haben. „Drei Stunden wird es mindestens noch dauern, bis die Fahrbahn geräumt ist“, sagt ein Mitarbeiter des Abschleppunternehmens, der gerade eingetroffen ist. Er klettert auf das Wrack des Sattelzuges, um sich ein Bild zu machen. Fest steht: Es wird ein schweres Stück Arbeit – das brandgeschwärzte Führerhaus des Sattelzuges ist nach vorne gekippt und hängt verkantet über der Leitplanke am rechten Fahrbahnrand. Die Ladung des Schwerlasters ist zum Teil auf die Straße gerutscht. Säcke mit Steinen liegen herum.

„Der Sattelzug hatte Baustoffe und Betonteile geladen“, erklärt Pees. Die müssen zuerst abgeladen und abgeräumt werden, bevor überhaupt abgeschleppt werden kann.“ Auch die Fahrbahn muss gereinigt werden. Löschschaum ist darauf verteilt, das Gras an der Fahrbahnböschung ist kohlschwarz, Brandgeruch liegt in der Luft. Wie es dazu kommen konnte, dass der Fahrer des Sattelzuges, ein 27-Jähriger aus Buxtehude, in den gesicherten Absperranhänger hineinfuhr, ist unklar.

Die Löscharbeiten an den beiden Fahrzeugen und einem neben dem Absperranhänger geparkten unbesetzten Pkw dauerten nach Angaben der Feuerwehr drei Stunden.

Die A20 war in beide Richtungen voll gesperrt worden, in Richtung Osten wurde sie am Abend wieder freigegeben. In Richtung Bad Segeberg war sie in der Nacht zu Mittwoch wieder einspurig befahrbar. Am Mittwoch soll die zweite Spur nach Angaben eines Polizeisprechers noch gesperrt bleiben. Der Asphalt müsse repariert werden.

 Von Marcus Stöcklin

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