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Lübeck Robbe sonnt sich am Dummersdorfer Ufer
Lokales Lübeck Robbe sonnt sich am Dummersdorfer Ufer
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23:02 02.08.2017
Das ist bisher noch nicht vorgekommen: Am Dummersdorfer Ufer ist seit ein paar Tagen eine Robbe zu sehen. Quelle: Foto: Christoph Thiele

 „Einzeltiere sind immer mal wieder in der Travemündung unterwegs“, sagt Matthias Braun vom Landschaftspflegeverein Dummersdorfer Ufer. Hier suchen die Meeressäuger nach Nahrung. „Die Heringszeit ist aber eigentlich vorbei“, sagt Braun.

Neu sei außerdem, dass Robben für längere Zeit am Strandufer rasten: „Das habe ich hier bisher noch nicht gesehen.“ Man könne nur mutmaßen, von wo aus das Tier seine Reise angetreten hat. „Robben legen 200 Kilometer und mehr zurück – vielleicht ist das Tier nächste Woche schon in Schweden“, so Braun. Grundsätzlich sei es erfreulich, wieder mehr Kegelrobben und Seehunde an der Ostseeküste anzutreffen. Im späten Mittelalter verschwand bereits ein Großteil der Population. Mitte des 19. Jahrhunderts dann rottete der Mensch die Tiere als Nahrungskonkurrenten komplett aus. Um das Jahr 1920 gab es keine einzige Robbe mehr an der Ostseeküste.

Seit einigen Jahren sind Kolonien wieder vermehrt an der Küste von Mecklenburg-Vorpommern anzutreffen. In die Lübecker Bucht verschlage es viele junge Robben, die auf der Suche nach Nahrung seien, sagt Ingo Ludwichowski vom Naturschutzbund. „Die Bestände erholen sich wieder und breiten sich immer weiter aus.“ Kegelrobben und Seehunde sind nur schwer auseinanderzuhalten. Das weiß auch Tanja Rosenberger von der Seehundstation Friedrichskoog: „Nach unserer Meinung handelt es sich bei dem Tier um einen ausgewachsenen Seehund.“

 sbu

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