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Lübeck Rohrbruch flutet Ratzeburger Allee
Lokales Lübeck Rohrbruch flutet Ratzeburger Allee
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22:23 13.05.2016
Wegen des Rohrbruchs stand die Ratzeburger Allee unter Wasser. Quelle: Holger Kröger
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Lübeck

Die Ratzeburger Allee – eine Seenlandschaft: Wassermassen haben gestern die Straße auf Höhe der Hohelandstraße überflutet. Eine 40 Zentimeter dicke Hauptversorgungsleitung war dort geplatzt. Die Auswirkungen waren im gesamten Versorgungsnetz der Stadt zu spüren: Der Wasserdruck fiel – teilweise so massiv, dass einige Haushalte zeitweise auf dem Trockenen saßen. Auch im Universitätsklinikum kam es zu Problemen mit der Wasserversorgung. Dort wurde Krisenalarm ausgelöst Augenzeugen berichten, dass eine zwei Meter hohe Fontäne gegen 17.40 Uhr aus einer Baugrube an der Hohelandstraße geschossen sei. Schnell stand die gesamte Fahrbahn unter Wasser. Für rund eine Stunde war die Ratzeburger Allee für den Verkehr voll gesperrt.

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In der Ratzeburger Allee ist auf Höhe der Ecke Hohelandstraße eine Wasserleitung gebrochen und hat die Fahrbahn überspült. Das Gebiet ist derzeit für den Verkehr gesperrt, die Stadtwerke sind vor Ort.

Weil der Wasserverlust so massiv war, kam es zum Druckabfall im Stadtgebiet. Auf der Facebookseite von LN-Online klagten User darüber, dass kein Wasser mehr aus ihren Leitungen komme. Auch das Universitätsklinikum hatte Probleme. Dort wurde Krisenalarm ausgerufen. „Sobald so etwas Unvorhergesehenes passiert, wird der Krisenstab automatisch alarmiert“, sagte Oliver Grieve, Sprecher des UKSH. Auf dem Campus gebe es Trink- und Brauchwasserreserven. Diese hielten aber nur für einen gewissen Zeitraum. „Alle Notmaßnahmen werden deshalb sofort eingeleitet“, sagte Grieve. Für den Fall, dass die Wasserversorgung längerfristig zusammenbreche, gebe es Notfallpläne. „Solche Szenarien werden geprobt“, sagte Grieve. „Wir hatten alles im Griff.“ Gegen 19.30 Uhr konnte das Klinikum Entwarnung geben. Auch in den Lübecker Haushalten normalisierte sich die Lage nach etwa einer Stunde.

„Bis überall der Druck wieder aufgebaut ist, dauert es in so einem Fall seine Zeit“, erklärte Lars Hertrampf, Sprecher der Stadtwerke. Der Rohrbruch hatte sich an einer Baustelle des Versorgers in der Hohelandstraße ereignet. Dort sei an der Hauptversorgungsleitung gearbeitet worden, wofür eine Überbrückung gelegt worden sei. Diese war geplatzt. „Wir haben nach dem Rohrbruch die Leitungen abgeschiebert“, sagte Hertrampf. „So konnte der Druck wieder steigen.“ Drei Häuser mit 15 Wohneinheiten in der Nähe blieben trotzdem vorerst ohne Wasser. „Dort wurde ein Wasserwagen eingesetzt.“ Das Ausmaß des Schadens konnten die Stadtwerke gestern Abend noch nicht absehen.

Einige Schaulustige beobachteten das Geschehen. Darunter Christian Vry mit Sohn Justus. „Im Hochschulstadtteil hatten wir kein Wasser, da wollten wir gucken, wie das hier aussieht“, sagt Christian Vry. Der Siebenjährige Justus war derweil enttäuscht: Er hätte sich noch mehr Wasser gewünscht.

Kim Meyer und Tomma Petersen

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