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Lübeck Rosen und Nelken zum Gedenken
Lokales Lübeck Rosen und Nelken zum Gedenken
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22:05 23.01.2017
Christian Till und Katja Lüdemann, die Vorsitzenden des Vereins Lübecker CSD, legen einen Kranz für verfolgte Homosexuelle nieder. Quelle: Foto: Maxwitat
Innenstadt

Der Verein Lübecker CSD hat an die Verfolgung von Homosexuellen in der Zeit des Nationalsozialismus erinnert. Dafür legten die Mitglieder gestern einen Kranz am Denkmal am ehemaligen Zeughaus des Doms nieder. Mehr als 40 Teilnehmer kamen und gedachten der Verfolgten mit Tulpen, Rosen und Nelken.

Am 23. Januar 1937 – also gestern vor genau 80 Jahren – wurden rund 230 Männer in Lübeck verhaftet und ins Zeughaus, die damalige Gestapo-Zentrale, gebracht. „Es wurden Anklagen wegen Verstoßes gegen Paragraf 175 erhoben, es kam zu Gerichtsprozessen, Verurteilungen zu Haftstrafen und zum Teil zur Einweisung in Konzentrationslager“, sagte Christian Till, Vorsitzender des Lübecker CSD, in seiner Rede.

„Ihr Schicksal soll uns mahnen und wachsam bleiben lassen“, betonte Till. Denn es habe in Gesellschaft und Politik einen „deutlichen Rechtsruck“ gegeben. Insbesondere hob er dabei die AfD hervor.

„Eine laute, pöbelnde Minderheit versucht, unsere weltoffene und tolerante Gesellschaft zu beschädigen.“

Zugleich nahm er die Politik in die Pflicht, die „rechtliche Ungleichbehandlung von Lesben, Schwulen, Trans- und Intersexuellen“ abzuschaffen. „Darum fordern wir: Ehe für alle und das Adoptionsrecht für gleichgeschlechtliche Paare.“ jad

LN

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