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Lübeck Ruderer eröffnen die Saison
Lokales Lübeck Ruderer eröffnen die Saison
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20:15 16.04.2018
Etwa 30 Boote gingen am Sonntag im Holstenhafen vor der Musik- und Kongresshalle (MuK) an den Start. Bei Regenwetter umrundeten die Sportler die Altstadt. Quelle: Fotos: Ulf-Kersten Neelsen

Andreas Henry Klüssendorff vom Lübecker Regatta-Verein begrüßte die Zaungäste zusammen mit der Brassband der Freiwilligen Feuerwehr Bad Schwartau. Etwa 30 Boote aller vier Lübecker Rudervereine und des Lübecker Schüler-Ruderclubs waren am Start und gaben dem Holstenhafen vor der MuK eine tolle Kulisse. Lübeck beteiligt sich damit an der landesweiten Aktion „Schleswig-Holstein rudert“. Mit am Start war auch der Vierer des Lübecker Frauen-Ruder-Klubs (LFRK). In diesem Boot saßen vier Menschen, die einen ganz besonderen Bezug zum Rudersport haben: Krebspatienten, die einmal in der Woche auf dem Wasser trainieren.

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Etwa 30 Boote gingen am Sonntag im Holstenhafen vor der Musik- und Kongresshalle (MuK) an den Start. Bei Regenwetter umrundeten die Sportler die Altstadt.

Kerstin Möller ist im vierten Jahr dabei. „Mir bringt es mehr Kraft und mehr Zutrauen“, sagt die 55-jährige Krebspatientin. „Ein wichtiger Aspekt ist das schöne Gemeinschaftsgefühl“, ergänzt Renate Flötotto (61). „Es ist einfach der richtige Sport draußen bei frischer Luft“, befindet Inge Rabe (56). Mit fast fünf Jahren ist Gerd Zierow am längsten dabei. Für den 63-Jährigen ist es der Spaß an der Sache, die ihn antreibt. „Was gibt es Schöneres, als um Lübeck herumzuschippern?“, fragt er, der zur etwa zehn Personen zählenden Krebsgruppe gehört. „Kraft, Ausdauer und Wohlbefinden“ zieht Zierow aus der vom LFRK und der Sana- Klinik organisierten Aktion Rudern gegen Krebs.

Angeleitet wird das Patiententeam von LFRK-Mitglied Annelore Liedler (77). Die Übungsleiterin macht auch schöne Ausflüge mit den Patienten. Wie gut die Krebstruppe ist, hat sie am Sonntag gleich unfreiwillig unter Beweis gestellt. Just beim Startkommando ging das Steuer kaputt. Und so musste der Vierer ohne Steuer fahren. „Das hat super geklappt“, lobt Liedler. „Alle Kommandos wurden ordnungsgemäß umgesetzt, auch das Rüberziehen bei den Kurven.“

Geübt wird schon für die große Benefizregatta „Rudern gegen Krebs“ am 8. September. Dann werden die Ruderer zugunsten der Sporttherapeutenstellen an der Sana-Klinik ihre Bahnen ziehen.

Nach dem regnerischen Anrudern luden die Ruderklubs in ihre Vereinshäuser. Der LFRK taufte dabei ein neues Boot. Es ist ein kombinierter Renn-Doppel-Vierer mit dem Namen „Lübsche Deern“. „Das Boot kostet 22000 Euro und konnte Dank einer großzügigen Geldgabe eines Spenders, der anonym bleiben will, zur Hälfte finanziert werden“, sagt die stellvertretende Vorsitzende Margret Schedeit. Die zweite Hälfte hat der Verein gestemmt.

Benefizregatta Rudern gegen Krebs

Der Saisonstart der Ruderer war gleichzeitig der Auftakt der Online-Anmeldung der Benefizregatta „Rudern gegen Krebs“. Sie findet am Sonnabend, 8. September, statt. Start ist um 10 Uhr auf dem Elbe-Lübeck-Kanal am Bootshaus des Lübecker Ruder-Klubs. Vom Erlös soll die Stelle des Sporttherapeuten an der Sana-Klinik finanziert werden.

Seit 2012 wird „Rudern gegen Krebs“ in Lübeck ausgetragen. Im vergangenen Jahr traten dabei 55 Teams in ihren Booten an.

Für die Regatta können sich Mannschaften in Kürze unter www.luebecker-ruderklub.de anmelden. Das Startgeld beträgt pro Boot 300 Euro, 200 Euro davon gehen als Spende an „Rudern gegen Krebs“.

Rüdiger Jacob

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