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Lübeck „Rückfalltäter“ muss vier Jahre ins Gefängnis
Lokales Lübeck „Rückfalltäter“ muss vier Jahre ins Gefängnis
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20:10 31.05.2018
Lübeck

„Sie sind ein klassischer Rückfalltäter“, erklärte der Vorsitzende Richter Kai Schröder in seiner Urteilsbegründung. Ein Satz, der viel über das Leben des Angeklagten Rene B. (Name geändert) sagt.

Der 37-jährige Vater von zwei Kindern (vier und sieben Jahre) hat schon mehrfach wegen unterschiedlichster Straftaten eingesessen. Zuletzt kam Rene B. im März 2017 wieder auf freien Fuß. Nur zwei Monate später versuchte er, in ein Einfamilienhaus in der Straße Bei den Obstgärten in Buntekuh einzubrechen. Einige Tage und Wochen später war er bei Einbrüchen in Bad Schwartau und Sereetz erfolgreich und entwendete Schmuck im Wert von mehr als 2000 Euro.

Am ersten Verhandlungstag schilderte Rene B., der teilweise in einem Heim bei Kiel aufgewachsen ist und nur über einen Sonderschulabschluss verfügt, vor Gericht seine schwierige Situation nach seiner letzten Haftentlassung. Wegen fehlender Papiere habe er keine staatliche Unterstützung bekommen und beantragen können. „Es ist nicht die fehlende Einsicht bei meinem Mandanten. Die Aufgabe des Strafvollzugs muss aber ernster genommen werden, und dazu gehört auch eine entsprechende Vorbereitung auf die Haftentlassung“, mahnte Anwalt Andreas Mosenheuer, der eine Haftstrafe von zweieinhalb Jahren beantragte.

Richter Schröder folgte aber viel mehr Staatsanwalt Christian Meyer, der für Rene B. eine vierjährige Haftstrafe beantragt hatte. Richter Schröder: „Durch einen langen Vollzug besteht auch die Chance, dort eine Ausbildung zu beginnen.“ Verteidiger Mosenheuer kündigte an, möglicherweise Rechtsmittel einlegen zu wollen.

Der Mitangeklagte Walter H. (45), der einmal half, den erbeuteten Schmuck zu verkaufen, wurde wegen Hehlerei zu einer fünfmonatigen Haftstrafe verurteilt.

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