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Lübeck Rumpelweg verärgert Bewohner
Lokales Lübeck Rumpelweg verärgert Bewohner
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20:16 05.07.2016
Fühlen sich mit ihren Sorgen nicht ernst genommen: Die Mitglieder des Runden Tisches Harald Rentsch (71, v. l.), Manfred Macheit (66) und Christel Kripke (78) bei den Müllcontainern am Schellbruch. Quelle: Roeßler

Eine über zwei Meter lange Pfütze erstreckt sich über das matschige Wegstück unmittelbar neben der Bushaltestelle Forstmeisterweg. Der als Halteplatz für die Müllentsorgung vorgesehene Sandweg im Kurvenrund des Schellbruchs ist in einem solch holprigen Zustand, dass er als Streckenabschnitt für Rallycross-Autos dienen könnte. Um dem unwegsamen Schotter aus dem Weg zu gehen, weichen Bewohner für die Entsorgung von Papier, Glas und alter Kleidung täglich auf die Straße in der 30er-Zone aus und blockieren die Fahrbahn.

Die Bewohner in Karlshof sind verärgert. Die auf der Straße stehenden Fahrzeuge würden nicht nur den halbstündig verkehrenden Linienbus behindern, sondern auch die Verkehrssicherheit beeinträchtigen.

Auch der angrenzende Waldbereich würde durch nachlässig entsorgten Abfall verschmutzt.

„Wir sind sauer und fühlen uns alleingelassen“, sagt Christel Kripke (78) von der Sprechergruppe Runder Tisch Karlshof/Israelsdorf. Die Einwohner fühlen sich von der Stadt nicht ernst genommen, das Problem werde zwischen den Verantwortlichen hin und hergeschoben.

Zuständig für den Halte-Knick ist der Bereich Stadtgrün der Hansestadt. Bereits im Juni 2015 besichtigten Mitarbeiter der Stadt aus den Bereichen Stadtgrün, Verkehr, Landschaftsschutz sowie von den Entsorgungsbetrieben den umstrittenen Ort am Schellbruch. „Der Standort der Container soll erhalten bleiben, muss aber unter anderen Bedingungen nutzbar sein“, sagt Runder-Tisch-Sprecher Harald Rentsch (71). Konkret wünschen sich die Bewohner eine Asphaltierung des Halteplatzes.

„Dem Wunsch nach einer Asphaltierung kann der Bereich Stadtgrün und Verkehr nicht entsprechen, da der Weg dann auch unterhalten werden muss“, sagt Stadtsprecherin Nicole Dorel. Den Personalaufwand und die Unterhaltskosten könne die Stadt momentan nicht leisten. Außerdem würden die Container von der sich im Anliegerverkehr befindenden Straße aus genutzt werden können.

Zu einer während der Ortsbesichtigung vereinbarten Kostenaufstellung sei es aus diesen Gründen gar nicht erst gekommen. Eine Alternative zur Asphaltierung könnte die Entwurzelung eines riesigen Baumstumpfes am vorderen Teil des Geländes darstellen. „Die Container könnten vorgezogen und Platz für haltende Pkw schaffen“, sagt Manfred Macheit (66) vom Runden Tisch. Doch bereits im Protokoll der Ortsbesichtigung im Juni 2015 hält die Stadt fest, dass eine Verschiebung der Container nur begrenzt möglich wäre, um einen Abflussgully frei zu halten. So werden die Fahrzeuge wohl auch zukünftig auf der Straße stoppen und die Verärgerung der Bewohner auf sich ziehen.

Aufgeben wollen die Mitglieder des Runden Tisches aber nicht. „Dafür kämpfen wir jetzt“, gibt sich Macheit selbstbewusst.

cb

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