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Lübeck Rutschpartie für ein paar Stunden
Lokales Lübeck Rutschpartie für ein paar Stunden
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20:22 08.01.2016
Schnell auf den Schlitten, bevor der Schnee schmilzt, denken sich Fred Koster und Sohn Samuel (8) an der Falkenwiese. Im Laufe des Tages wird das Weiß zunehmend matschiggrau. Quelle: Fotos: Roeßler (3), Maxwitat, Neelsen

Überraschend kam der Wetterumschwung nicht, jedoch mit heftigen Niederschlägen und Rutschgefahr. Zum Glück blieb das Chaos aber aus. Die Entsorgungsbetriebe Lübeck waren vorbereitet, und laut Polizei haben sich auch die Verkehrsteilnehmer „offenbar auf die angekündigten Schneefälle und mögliche Eisglätte eingestellt“. Angesichts der Plusgrade schmolz aber auch die Hoffnung auf eine Rodelpartie dahin.

Laut Stefan Muhtz, Sprecher der Polizeidirektion Lübeck, gab es in der Nacht zu gestern und im morgendlichen Berufsverkehr nur wenige Unfälle. In der Stockelsdorfer Straße fuhr ein Pkw um 1.50 Uhr gegen eine Leitplanke. Es blieb beim Blechschaden. Kurz vor 6 Uhr kam ein Wagen in der Hansestraße/Höhe Töpferweg auf eisglatter Fahrbahn ins Schleudern. Bei dem „Fahrzeugdreher“ rutschte der Pkw gegen einen Poller, der Fahrer blieb unverletzt. Gegen 9.50 Uhr stürzte eine Fußgängerin auf der Meierbrücke, sie konnte aber selbstständig einen Arzt aufsuchen.

Nach Angaben von Susanne Brock haben sich auch die Entsorgungsbetriebe Lübeck (EBL) auf die Wettersituation eingestellt. „Wir waren gut darauf vorbereitet und bereits ab Donnerstagabend im Einsatz“, sagt die stellvertretende Sprecherin. Ab 20 Uhr hätten die Kollegen bereits Flüssigsalz auf Brücken, Steigungen und Gefälle gespritzt, um Eisregen entgegenzuwirken. Weitere Einsatzkräfte kamen ab 3.30 Uhr hinzu, und am Morgen begannen auch die Mitarbeiter des Bereiches Stadtgrün und Verkehr ihren Dienst eine Stunde früher. Zusammen mit Kräften von Fremdfirmen waren in der Nacht zu Freitag und im morgendlichen Berufsverkehr 300 Mitarbeiter im Einsatz. Angesichts von zehn Zentimetern Neuschnee kamen nicht nur Streufahrzeuge, sondern auch Räumgeräte zum Einsatz.

Gerade ältere Menschen hatten es auf glatten Straßen nicht leicht und bahnten sich unsicher den Weg durch die Stadt. Auch viele Radfahrer verzichteten auf ihr Zweirad oder entschieden sich fürs Schieben. Im Laufe des Tages verwandelte sich das Weiß zunehmend in eine graue Matschpampe, die für ein Wintervergnügen der Kinder nicht wirklich taugte. Aber in der kommenden Wochen werden die Temperaturen wieder unter die Nullgradgrenze rutschen; daher sollten Schlitten und Schneemannhüte vielleicht doch noch in Bereitschaft bleiben.

Räumpflicht für Anlieger
Grundstückseigentümer müssen Schnee und Eis entfernen: unter anderem auf Gehwegen, begehbaren Seitenstreifen und kombinierten Geh-/Radwegen. Schnee und Glätte müssen bis 8 Uhr beseitigt sein, danach immer unverzüglich, bis 20 Uhr. Auf Geh- und Radwegen öffentlicher Straßen sind Auftaumittel (Salze) nicht erlaubt.



• Mehr Infos gibt es im Internet unter www.entsorgung.luebeck.de

Cosima Künzel

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