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Lübeck SEK-Einsatz in Gothmund mit Blendgranate
Lokales Lübeck SEK-Einsatz in Gothmund mit Blendgranate
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11:22 05.07.2017
Bei dem Polizeieinsatz in Lübeck-Gothmund wurde ein junger Mann überwältigt, der angedroht hatte, sich selbst zu verletzen. Quelle: Holger Kröger
St. Gertrud

In dem beschaulichen Fischerdorf Gothmund sorgte am Dienstag ein Großeinsatz des Spezialeinsatzkommandos (SEK) für Aufsehen. Gegen 12.30 Uhr erreichte die Polizei der Notruf einer Frau, die mit ihren beiden Söhnen dort lebt. Der ältere ihrer beiden Söhne, ein 27-jähriger Mann, hatte sich im Haus verschanzt.

Klicken Sie hier, um weitere Eindrücke von dem SEK-Einsatz in Lübeck-Gothmund zu sehen. Bei dem stundenlangen Einsatz wurde ein junger Mann überwältigt, der mit Selbstverletzungen gedroht hatte.

„Er hat damit gedroht, sich mit einem Messer Schaden zuzufügen“, berichtet Polizeisprecher Dierk Dürbrook. Als die Beamten eintrafen, befand sich der Mann im Obergeschoss des Hauses. Er hielt zwei Messer in den Händen, warf außerdem mit Möbelstücken um sich.

Nach und nach rückten die Verhandlungstruppe und SEK an. Laut Polizei befand sich der Mann in einer psychischen Ausnahmesituation. „Es ist zunächst nicht gelungen, ihn zu überreden, seine Verschanzung aufzugeben“, so Dürbrook. Mit Hilfe einer Kamera versuchten die Beamten, sich Einblicke ins Innere des Hauses zu verschaffen.

Gegen 16.30 Uhr schreckten dann alle zusammen. Ein lauter Knall ertönte, dann stiegen an der Seite des Hauses Rauchwolken empor. „Mit Hilfe des Knalls ist es uns gelungen, den Mann abzulenken, so dass ein Zugriff erfolgen konnte“, so der Polizeisprecher.

Der Mann blieb unverletzt, er wurde in polizeilichen Gewahrsam genommen. Zur Sicherheit wurde er mit einem Rettungswagen in ein Krankenhaus gebracht. „Jetzt erfolgen nur noch die Aufräumarbeiten. Durch den Knall wurde eine Scheibe beschädigt. Darum kümmern wir uns“, erklärte Dürbrook.

Hier finden Sie Hilfe

Anonymes Gesprächs- und Beratungsangebot für Menschen in Not und Krisen: Kirchliche Telefonseelsorge, Tel. 0800/111 0 111 und 0800/111 0 222 oder unter www.telefonseelsorge.de

Kostenlose Beratung zur Wahl des geeigneten Therapeuten: Psychotherapie-Informations-Dienst, Tel. 030/20916 63 30, www.psychotherapiesuche.de

Informationen für Betroffene und Angehörige: Stiftung Deutsche Depressionshilfe: www.deutsche-depressionshilfe.de; Deutschlandweites Info-Telefon: 0800 33 44 5 33.

Kinder- und Jugendsorgentelefon: 0800-1110333

mwe

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