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Lübeck Sandberg wird zur Dauerbaustelle
Lokales Lübeck Sandberg wird zur Dauerbaustelle
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20:35 04.08.2017
Selbst in der Urlaubszeit staut sich der Verkehr am Sandberg. Quelle: Fotos: Ulf-Kersten Neelsen, Olaf Malzahn

Es läuft nicht gerade rund am Sandberg. Erst wurde im vergangenen Jahr der Asphalt erneuert. Dann stellte sich heraus, dass die Deckschicht fehlerhaft war.

Immer wieder Staus – Brücke beschädigt – Firma für Sanierung noch nicht gefunden.

Die mangelhafte Verdichtung hätte zu einer geringeren Lebensdauer der Straße geführt. Der Bereich Stadtgrün und Verkehr hat deshalb im Juni nachgebessert.

Die Straße musste teilweise gesperrt werden, lange Staus waren die Folge. Außerdem wurde die Rampe Ost zur B 75 erneuert. Doch auch dabei ist nicht alles glatt gegangen. Bei der Sanierung wurde die Brücke beschädigt. Wie stark, das klären derzeit Experten. Fakt ist: Seitdem herrscht Stillstand. Wochenlang stehen die Baustellenabsperrungen bereits an der Ecke zur B 75 und verwundern die Autofahrer. Denn gearbeitet wird hier nie. Stattdessen führt die Baustelle gerade im Feierabendverkehr immer wieder zu Staus. Und die Stadt ist machtlos. Denn weil die Brückenkonstruktion unglücklich beschädigt wurde, kann die Fläche derzeit nicht verschlossen werden. Behoben werden können die Schäden aber offensichtlich auch nicht. Die Folge: Stillstand. Und genau der stößt auf großes Unverständnis.

So auch bei Dietrich Hertzberg: „Ich benutze diese Fahrroute oft – und jedes Mal stehe ich im Stau, ärgere mich über die Verzögerungen. Ganz egal zu welcher Tageszeit: morgens, nachmittags, abends“, sagt er verärgert. Und mit diesem Frust ist Hertzberg nicht allein. Dass einige Kunden sich kurzfristig verspäten würden, sei mittlerweile keine Seltenheit mehr, sagt auch Sandra Josupeit, Friseurmeisterin und Inhaberin des gleichnamigen Friseursalons in der Travemünder Allee. „Häufiger rufen Kunden bei uns an, sagen, dass sie sich verspäten würden, da sie im Stau direkt um die Ecke steckten. Zum Glück handelt es sich meist nur um zehn Minuten, die können wir auffangen“. Doch klar ist: Der Stau nervt – Autofahrer wie Dienstleistungsunternehmen.

Der rechte Fahrstreifen vom Heiligen-Geist-Kamp kommend in Richtung Sandberg/Neue Hafenstraße muss wegen der Brückenschäden gesperrt bleiben. Wie lange: Unklar. Die Abteilung Brückenbau des Bereiches Stadtgrün und Verkehr erarbeitet unter Hinzuziehung externer Gutachter ein Instandsetzungskonzept, um die Schäden zu beseitigen. „Ein Ingenieurbüro ist derzeit dabei, ein Sanierungskonzept zu entwickeln und eine Ausschreibung daraus zu stricken. Das soll in den nächsten Tagen vorgelegt werden“, verspricht Stadtsprecherin Valessa Glisovic. Aber die Aussichten sind nicht gerade vielversprechend: „Dann muss noch eine Firma gefunden werden, die die Sanierung durchführen kann. Leider sieht die Marktlage derzeit so aus, dass sowohl Ingenieurbüros als auch Baufirmen gut gefüllte Auftragsbücher haben, so dass nicht abgeschätzt werden kann, wann die Brücke wieder für den Verkehr freigegeben werden kann.“

Bis zur Beseitigung der Schäden ist das Linksabbiegen vom Sandberg kommend in Richtung Travemünde einspurig möglich. Fußgänger und Radfahrer können den Bereich auch weiterhin ungehindert passieren.

Maike Wegner und Josephine Andreoli

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