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Lübeck Saxe gewinnt Rotspon-Cup 2017
Lokales Lübeck Saxe gewinnt Rotspon-Cup 2017
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11:58 27.07.2017
Es war der letzte Rotspon Cup für Lübecks Bürgermeister Bernd Saxe - er machte es noch mal spannend. Quelle: Wolfgang Maxwitat
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Travemünde

Die „Trias“ ist auf der Zielgeraden, als der Windjammer „Mare Frisium“ ihr entgegensegelt. Bernd Saxe (SPD) und sein Team müssen ihren Kurs ein wenig korrigieren. Doch für ihre Verfolger um Schleswig-Holsteins Innenminister Hans-Joachim Grote (CDU) auf der „Sphinx“ reicht es nicht mehr, um den Vorsprung aufzuholen.

Es ist der letzte Rotspon Cup für Lübecks Bürgermeister (am 5. November wird sein Nachfolger gewählt), und er machte es nochmal spannend. Die endgültige Entscheidung gibt es erst nach der dritten Runde auf der Trave – da holt sich Saxe souverän das zweite Mal in Folge den Sieg beim traditionellem Cup der Volksbank Lübeck.

Nach einem stürmischen Dienstag mit abgesagten Regatten und geschlossenen Verkaufsständen tut der Wettergott am gestrigen Mittag, als wäre nichts gewesen: Sonne, blauer Himmel, ein paar dekorative Wolken und auf der Trave „kommoder Wind mit zwei, in Böen drei Beaufort“, sagt TW-Pressesprecher Ralf Abratis. Dennoch, mit viel „alter Welle von gestern wird das keine angenehme Nummer heute“, meint TW-Chef Frank Schärffe vor dem Start der beiden historischen 12er Rennyachten.

Nachdem sich die Kontrahenten mit Boot und Crew aus Volksbank- und Lübecker-Yachtclub-Mitarbeitern vertraut gemacht haben, ertönt das erste Startsignal. Bernd Saxe setzt sich rasch ab, Rotspon-Neuling Grote hat das Nachsehen und verliert. „Als Finale seiner Amtszeit müsste man Saxe den Triumph eigentlich gönnen“, sagt Jutta Hüter aus Lübeck. „Das wäre doch ein würdevolles Abtreten.“ Tatsächlich wirkt es, als kämen dem Stadtoberhaupt seine Erfahrungen in dem Revier zugute – für ihn ist es die 14. Rotsponregatta.

Zwar hat der Innenminister (und gleichzeitig Sportminister) vor 22 Jahren auf einem österreichischen Bergsee den Segelschein gemacht, „aber das ist eben nicht dasselbe wie die Ostsee“, sagt NDR-Moderatorin Maike Jäger, die das Rennen über Lautsprecher augenzwinkernd kommentiert. Im zweiten Rennen wendet sich das Blatt jedoch. Während die „Sphinx“ vor der imposanten Kulisse der Viermastbark „Passat“ flott dahingleitet, scheint Saxes „Trias“ auf der Stelle zu stehen, ein Unentschieden nach der zweiten Wettfahrt macht eine dritte Runde erforderlich. Ist das nur ein Gastgeschenk an Grote? Das glauben wenigstens Teile des Publikums.

„Saxe wollte einfach unbedingt noch eine dritte Runde segeln“, ist auf der Überseebrücke zu hören.

Saxe hatte zur TW-Eröffnung wegen Krankheit nicht kommen können und seinen Gegner vor dem Rennen gewarnt: Er sei „gedopt“. Grote nimmt die Herausforderung dennoch an – und erweist sich nach der deutlichen Niederlage im dritten Rennen als fairer Verlierer: „Ich hoffe, ich war nicht zum letzten Mal dabei – mit Sicherheit war es nicht meine letzte TW.“ Im nächsten Jahr will sein Chef, Ministerpräsident Daniel Günther (CDU), mit dem neuen Bürgermeister um die Sechs-Liter-Rotsponflasche segeln.

„Ich hoffe doch, dass der- oder diejenige diese Tradition fortsetzen wird“, sagt Saxe. Für ihn ist diese Regatta jedenfalls ein würdiger Abschied. Nach dem Ende seiner Amtszeit wolle er erstmal Urlaub machen. Vielleicht ein paar Wochen, vielleicht ein paar Monate. „Und segeln werde ich weiterhin.“ Nur wo, das steht noch nicht fest . . .

 Nina Gottschalk

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