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Lübeck Saxe will Flüchtlingscontainer vom Land übernehmen
Lokales Lübeck Saxe will Flüchtlingscontainer vom Land übernehmen
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13:20 03.06.2016
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Lübeck

"Das Angebot kommt überraschend", sagt Bürgermeister Bernd Saxe (SPD), "ich habe dem Innenminister heute geschrieben, dass wir uns bedanken und unser Interesse bekunden." Saxe: "Wir würden gerne noch vor der Sommerpause zu einer Vereinbarung mit dem Land kommen." Voraussetzung sei eine Einigung über die Miete, die Lübeck an das Land zahlen müsste, und die Klärung der Frage, wie lange die dort stehenden Container noch nutzbar seien. Sollte die Stadt auf dem Volksfestplatz eine städtische Gemeinschaftsunterkunft errichten, würden dort aber deutlich weniger als 1000 Menschen untergebracht. Die Stadt würde auch nicht die Schule und die Kita übernehmen, die auf dem Volksfestplatz eingerichtet wurden.

Studt hat angekündigt, dass das Land die seit September 2015 bestehende Erstaufnahme auf dem Volksfestplatz aufgeben werde. Weil Lübeck aber dringend Unterstützung bei der Unterbringung von Flüchtlingen brauche, habe das Land die Übergabe der Einrichtung angeboten. Studt: "Es kann nicht sein, dass in Zeiten zurückgehender Flüchtlingszahlen Menschen in Notunterkünften auf wenigen Quadratmetern  ohne angemessene Küchen- und Sanitäreinrichtung wohnen." Studt spielt damit auf eine heftig kritisierte Notunterkunft in der Untertrave an, für die die Hansestadt über 11.000 Euro im Monat an den Vermieter überweist. Gleichzeitig ist die Erstaufnahme auf dem Volksfestplatz nur noch zu 14 Prozent belegt.

Die Hansestadt hat aktuell 414 Plätze in gewerblichen Unterkünften wie Hotels, Ferienappartements oder Jugendherbergen gemietet. Die Verwaltung sei bemüht, Notunterkünfte wie ehemalige Baumärkte, Turnhallen und gewerbliche  Unterkünfte leerzuziehen, sagt Sozialsenator Sven Schindler (SPD):   "Wir werden aber  in diesem Jahr nicht ohne diese Unterkünfte auskommen." dor

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