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Lübeck Schätze der Unterwelt
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20:37 08.08.2017
Manfred Gläser (l.), Doris Mührenberg und Alfred Falk haben die Vortragsreihe „Archäologie kompakt“ entwickelt. Quelle: Foto: Andreoli

Dass die gesamte Altstadt Unesco-Welterbe ist, liegt an eindrucksvollen Bauwerken. Aber auch Lübecks Unterwelt hat das Welterbe- Komitee vor 30 Jahren beeindruckt.

Damit diese archäologischen Denkmäler gewürdigt werden, startet nun eine neue Vortragsreihe.

„Um die Öffentlichkeit zu informieren und sie auf die Besonderheiten der Hansestadt aufmerksam zu machen, haben wir einen Vortragszyklus zu den verschiedenen Thematiken entwickelt“, erzählt Alfred Falk, Vorsitzender der Archäologischen Gesellschaft. Unter dem Titel „Archäologie kompakt“ werden ab 31. August Vorträge in den Pastorenhäusern von St. Jakobi gehalten. Sie finden bis zum 28.

September jeweils donnerstags um 19.30 Uhr statt. Moderiert werden die Vorträge von Alfred Falk. Er lädt anschließend zu Wein und Brot ein und steht mit den jeweiligen Rednern des Abends zu Gesprächen bereit.

„Uns ist wichtig, einfach mal zu sagen und darzustellen, wie das mit den archäologischen Ausgrabungen unter der historischen Altstadt von Lübeck angefangen hat“, sagt Doris Mührenberg, ebenfalls Mitglied des Vorstands. „Jeder Fund fördert eine besondere Geschichte zu Tage, über die es viel zu erzählen gibt.“

Und gefunden wird viel im Untergrund der Hansestadt. Der Bestand historischer Schätze wird mittlerweile auf gut drei Millionen geschätzt. Damit gilt das Magazin in Lübeck als das wohl größte in Nordeuropa. „Die Funde erzählen vielfältige Geschichten über den Alltag im mittelalterlichen Lübeck oder die Zeiten nach dem Krieg“, sagt Mührenberg. Und nicht nur die Fülle der Funde sei beachtlich, sondern auch deren Verfassung. „Dass die Befunde so gut erhalten sind, liegt vor allem an dem feuchten Untergrund“, erklärt Mührenberg. „Diese Bodenschichten erhalten Materialien wie Holz, Leder und Textilien.“

Vor 30 Jahren hat das Welterbe-Komitee der Unesco mit dem mittelalterlichen Stadtkern der Hansestadt Lübeck erstmals in Nordeuropa einen ganzen Stadtbereich als Welterbe anerkannt. Ausschlaggebend dafür waren neben der markanten Stadtsilhouette mit den sieben Türmen vor allem die archäologischen Denkmäler. Das Komitee regte damals an, die Ausgrabungen in der Altstadt fortzusetzen und das Komitee darüber in Kenntnis zusetzen.

joe

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