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Lübeck Schindler rechnet mit Linken ab
Lokales Lübeck Schindler rechnet mit Linken ab
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22:42 07.03.2018
Wies die Kritik der Linken zurück: Sven Schindler. Quelle: Foto: Roessler
Lübeck

Unter der Überschrift „Mehr Winterhilfe für Obdachlose“ fordern die Linken die Einführung eines Kältebusses, Wärmeräume mit Suppenküchen, eine deutliche Aufstockung der Plätze in den Notunterkünften sowie mehr Geld für die Organisationen, die sich um Obdachlose kümmern. Wohnungslosigkeit werde zur Gefahr für Gesundheit und Leben, wenn der Winter so zuschlage. Es gebe zwar „gute Ansätze in der Vermittlung Obdachloser in Notunterkünfte“, räumen die Linken-Politiker Katjana Zunft und Ragnar Lüttke ein. „Aber Lübeck hinkt anderen Großstädten immer noch hinterher, was städtische Konzepte zum Schutz Obdachloser im Winter betrifft.“

Schindler wies die Vorwürfe im Sozialausschuss zurück. Lediglich sieben Menschen würden in Lübeck auch im strengen Winter auf der Straße leben. Helfer würden diese Menschen kennen und ihnen Hinweise auf Übernachtungsmöglichkeiten geben. Schindler: „Die wollen auf der Straße schlafen.“ 85 Menschen seien in Hotels untergebracht. Der Senator räumte ein, dass die Zahl der Plätze in den Notunterkünften wie Bodelschwinghhaus nicht ausreichen. Eine Lösung hätte es längst gegeben, wenn die ehemalige List-Schule in der Schwartauer Allee ausgebaut worden wäre. Schindler: „Aber als alles klar war, hat der Fachbereich 4 den Standort beansprucht.“ Und den Fachbereich 4 leitet Bildungssenatorin Kathrin Weiher (parteilos).

Besonders ärgerte den Sozialsenator der Vorwurf der Linken, dass in Lübeck nur registrierten Obdachlosen geholfen würde. „Das ist schlicht falsch“, sagte Schindler. „Kein Obdachloser wird überprüft, ob er aus Lübeck kommt.“ Die Mitarbeiter der Verwaltung, haupt- und ehrenamtliche Helfer seien verärgert über solche Darstellungen, sagte der Dezernent.

Unterstützung bekam der Sozialsenator von SPD und CDU. „Die Obdachlosenhilfe in Lübeck läuft gut, die Linken haben allen Helfern einen Bärendienst erwiesen“, kritisierte Ingo Schaffenberg, sozialpolitischer Sprecher der SPD. „Die Linken sollen sich erst informieren, bevor sie solchen Schwachsinn verbreiten“, ereiferte sich Heidi Menorca, sozialpolitische Sprecherin der CDU.

dor

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