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Lübeck Schleppen und schrauben für das große Fest
Lokales Lübeck Schleppen und schrauben für das große Fest
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10:09 03.08.2017
Festival-Chef Thorsten Weis hilft beim Anbringen der Lampen.
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Innenstadt

Überall wird gewerkelt, gesägt und gebohrt. Während an zentraler Stelle das Dachgerüst für den riesigen Duckstein-Pilz zusammengeschraubt wird, sägt der Bad Schwartauer Tischler Rainer Behrens (63) alles zurecht, was Toni Fiammingo (33, Don Vito) und Zheng Zong Yin (31, Shanghai) für ihr Zelt und die große Gemeinschaftsküche brauchen.

 Zum zweiten Mal betreiben sie gemeinsam die Gastronomie an der Ecke zwischen Radisson und Hauptmeile, die jahrelang von Manfred Miera bespielt worden war. Klar, dass die beiden Freunde, die sich seit der Grundschule kennen, selbst schwer schuften.

Morgen beginnt das Duckstein-Festival am Traveufer – Seit Montag läuft der Aufbau auf Hochtouren.

In Zahlen

60 Fässer mit je 50 Litern Bier stehen für den ersten Abend auf der Festmeile bereit.

50 Helfer sind seit Tagen mit dem Aufbau beschäftigt.

1500 Meter Stromkabel werden auf der etwa 6000 Quadratmeter großen Veranstaltungsfläche verlegt.

Sie schleppen Tische, Bänke und Kühlschränke und versuchen, Ordnung ins Chaos zu bringen. „Wir haben das ganze Zelt umgebaut, es wird anders als letztes Jahr“, sagt Fiammingo, der seit dem frühen Morgen (4.30 Uhr) vor Ort und sicher ist, „dass wir bis tief in die Nacht arbeiten“. Dieses Mal haben sie ein zusätzliches Zelt gebucht, so dass sie auf insgesamt 140 Sitzplätze kommen.

Unterstützt werden die beiden Gastronomen-Söhne von ihrem gemeinsamen Freund David Witte (29) – ein reiner Freundschaftsdienst, wie er sagt. Anstrengend sind diese Tage für Fiammingo und Zheng Zong Yin allemal, doch noch haben sie Spaß am Duckstein-Festival. Wenn es beginnt, steigen auch die Familien und Mitarbeiter der Restaurants mit ein. „Wenn richtig Stress ist“, so Zheng, „wird hier in verschiedenen Sprachen geflucht.“

Verdienen, sagt Fiammingo, könne man daran nichts – zu groß der Aufwand, zumal das Stammrestaurant zehn Tage lang geschlossen werden muss. Aber: „Die Marke ist präsent – und das zählt.“ Zheng erzählt von einem Urlauber, „der einmal bei uns war und sich danach für jeden Abend einen Platz reserviert hat“.

Am anderen Ende der Meile, Richtung Theaterplatz, ist nicht ganz so viel zu sehen. Noch fehlt die kleine Straßentheaterbühne, auf der morgen um 18.30 und um 20.45 Uhr Kate & Pasi aus Finnland Hand-auf-Hand-Akrobatik und Jens Ohle um 19.15 und 22 Uhr Leiterakrobatik, Zirkusstunts und Stand-up-Comedy präsentieren werden. Derzeit liefern diverse Lkw Material an. Vincent Feder (37) vom Veranstalter bwp fährt mit einem kleinen Gabelstapler über den Platz – Bierzelt-Garnituren oder Böden müssen an Ort und Stelle gebracht werden.

Unter der Leitung von Haustechniker Thorsten Stümer hat das Team des Radisson derweil schon die Senator-Lounge und das Restaurantzelt links und rechts der Treppe am Seiteneingang des Hotels aufgebaut. Auch die auf einem Ponton schwimmende Musikbühne ist bereits fertig. Morgen um 19 Uhr werden dort Festival-Macher und bwp-Geschäftsführer Thorsten Weis, Bürgermeister Bernd Saxe und der allgegenwärtige Moderator Mick M. das 19. Duckstein-Festival eröffnen.

Eine Premiere feiert dieses Jahr das große Kunsthandwerker- und Designer-Zelt am Eingang der Meile: Dort ist auch der 51-jährige Festival-Macher Weis zu treffen, der mit vier Helfern insgesamt 20 Lampen an einem großen Holzkreuz befestigt, das an der Decke des Zeltes aufgehängt wird. Schmuck, Brillen, Gürtel und Bilder werden feilgeboten. Lübeck, versichert er, sei sein liebstes Festival: Die Lage sei großartig. „Wir haben das Hotel, in dem die Künstler und wir kostenlos wohnen können, die Lübecker kommen, auch wenn das Wetter mal nicht so gut ist“, schwärmt Weis. „Hier stimmt irgendwie einfach alles.“

 Sabine Risch

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