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Lübeck Schlepper „Simson“ läuft in Travemünde ein
Lokales Lübeck Schlepper „Simson“ läuft in Travemünde ein
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21:16 20.09.2013
30 Meter lang, 9,50 Meter breit und 1992 auf Kiel gelegt: Gestern traf der lang ersehnte Schlepper für Lübeck ein. Quelle: Foto: Karl Erhard Vögele

Der Lübecker Hafen hat seit gestern wieder einen Schlepper. Morgens gegen acht Uhr traf „Simson“ in Travemünde ein. Das Schiff aus Holland ist eine Übergangslösung, bis der endgültige Schlepper „Svitzer Trave“ in der Hafenstadt Lübeck eintrifft.

„Simson“ liegt am Skandinavienkai, Anleger 8a, wo auch „Svitzer Trave“ seinen Standort haben wird. Dierk Faust, Geschäftsführer bei der Reederei Lehmann, rechnet in sechs bis acht Wochen mit dem Eintreffen von „Svitzer Trave“. Das Schiff liegt noch in der Werft und muss technisch überholt werden. Faust hat sich federführend um ein Schlepperkonzept für den Lübecker Hafen gekümmert.

Ursprünglich sollte „Svitzer Trave“ bereits Ende August in Travemünde eintreffen. Die Übergangslösung wurde gewählt, weil der Herbst mit Stürmen bevorsteht und „wir auch nicht länger warten wollten“, erklärt Faust. „Die Hafenbetreiber haben gefragt: Wo bleibt denn nun der Schlepper?“

Der Übergangsschlepper beendet eine eineinhalbjährige Durststrecke im Hafen. Die Schleppreederei Johannsen & Sohn hatte im Februar vergangenen Jahres ihr Schiff „Axel“ abgezogen. Grund: Es gab immer weniger Einsätze, 2011 nur noch 220. Die holländische Schleppreederei Svitzer konnte nur gewonnen werden, weil ihr ein jährlicher Festbetrag zugesichert wurde. In mühseligen Abstimmungsrunden einigten sich Reeder und Hafenbetreiber auf den Festbetrag von 400 000 Euro, der aus festen Summen der Hafenbetreiber und einem Schleppercent finanziert wird. Eine Fähre zahlt durchschnittlich 80 Euro pro Anlauf, ein Küstenmotorschiff 20 bis 30 Euro. Kleinere Schiffe sind ausgenommen. Auf große Reedereien wie Finnlines und TT-Line kommen jährlich zwischen 60 000 und 80 000 Euro für den Schleppercent zu. Die Einsätze des Schleppers müssen extra bezahlt werden.

dor

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